Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.06.1996 - 

Input-Studie zum deutschen Markt für Desktop-Dienstleistungen

Aufwand für Netzwerke läßt Servicemarkt wachsen

Insgesamt dürften, so die Marktforscher, die externen Serviceausgaben der Unternehmen im Desktop-Bereich bis 1998 von rund 3,5 Milliarden Mark (1995) auf 4,8 Milliarden Mark steigen (siehe Abbildung). Dies entspräche im Durchschnitt einem jährlichen Wachstum von elf Prozent.

Die einzelnen Desktop-Service-Segmente - hierzu zählen die Analysten unter anderem User-Support, Netzwerk-Management und Datensicherung, Hard- und Software-Installation, Wartung sowie Programmierung, Einsatzplanung und Schulung - entwickeln sich zwar unterschiedlich schnell, weisen jedoch durchweg positive und zumeist zweistellige Wachstumsraten auf. Zu den Desktop-Services, die auch in Zukunft mit einem überdurchschnittlich hohen Zuwachs glänzen werden, zählen vor allem die Dienstleistungen in puncto Netzwerk-Management. Als Grund für diese Prognose nennen die Marktforscher die Tatsache, daß sich das sogenannte "Network Centric Computing" bei immer mehr deutschen Unternehmen als Business-Modell und damit als Basis sowohl für die internen als auch die externen Kommunikationsprozesse durchsetzt.

Der Auf- und Ausbau verteilter IT-Strukturen gilt daher als eine der Hauptaufgaben der nächsten Jahre. Zudem rufen die wachsende Abhängigkeit von Netzwerken einerseits und die teilweise "chaotischen" Zustände in den jeweiligen Netzinfrastrukturen andererseits einen Leidensdruck hervor, der zu einer Abnahme der Widerstände gegenüber der Auslagerung bestimmter Netzwerk- Dienstleistungen führen dürfte, argumentiert Input. Wachsende Nachfrage läßt sich insbesondere in den Bereichen Design- und Implementierungsleistungen feststellen. Bis 1998 werden daher die Ausgaben deutscher Unternehmen von 520 Millionen Mark (1995) auf 1,1 Milliarden Mark steigen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 28 Prozent pro Jahr.

Im Bereich Installations- und Wartungsdienstleistungen bei Desktop-Hardware und -Software hingegen wächst die Nachfrage nur moderat. Mit durchschnittlich fünf Prozent Steigerung pro Jahr dürfte sich dieser Teilmarkt von 1,7 Milliarden Mark (1995) auf ein Volumen von knapp zwei Milliarden Mark im Jahr 1998 einpendeln. Hier fällt der Studie zufolge vor allem der zu erwartende weitere Rückgang bei der klassischen Hardwarewartung ins Gewicht.

Ein Großteil der deutschen Unternehmen hält beispielsweise die Garantieleistungen für PCs, die sich auf den Lebenszyklus der Systeme erstrecken, für ausreichend. Allerdings schließen viele Firmen für unternehmenskritische Server-Systeme zusätzliche Wartungsverträge ab.

Insgesamt präsentiert sich der deutsche Markt für Desktop-Services sehr fragmentiert. Dennoch lassen sich nach Angaben von Input die einzelnen Player grundsätzlich in fünf Kategorien einteilen. Neben Beratungshäusern und Softwareherstellern dominieren demnach drei Anbietergruppen: Sogenannte dedizierte Dienstleister haben schon aus ihrer Zielsetzung heraus oder aus einem über die Jahre hinweg entwickelten "Erfolgspotential" ihr Servicegeschäft aufgebaut. Dagegen haben die Value-Added-Reseller und Distributoren ihre Kompetenz in diesem Bereich erst in jüngster Zeit verstärkt, um ihrem Kerngeschäft eine rentable Komponente hinzuzufügen.

Knapp die Hälfte des Desktop-Service-Marktes in Deutschland wird allerdings von Systemherstellern wie Bull, Digital, HP, IBM, Siemens-Nixdorf, Olivetti und Sun beziehungsweise deren Serviceorganisationen beherrscht.

IT-Giganten haben gute Servicequalitäten Fühlten sich die "IT-Giganten" zunächst in ihren eigenen Systemwelten heimisch, so verfügen sie mittlerweile fast alle über substantielle Servicekapazitäten - auch über den Fokus ihrer eigenen Produkte hinaus. Dies sei, so die Analysten, auch notwendig - gilt das Geschäft mit den Desktop-Services aufgrund der in den Unternehmen vielfach vorhandenen DV-Insellösungen doch von Natur aus als schwieriges "Multivendor-Business".