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01.03.2002 - 

Entwicklerkonferenz Bea E-World

Aus Cajun wird Weblogic Workshop

MÜNCHEN (CW) - Bea Systems ist bemüht, seine Position im Bereich Enterprise Application Integration (EAI) auszubauen. Auf seiner Entwicklerkonferenz E-World in San Diego hat der Middleware-Spezialist Version 7 des Applikations-Servers "Weblogic" sowie dessen neue Entwicklungsumgebung "Weblogic Workshop" vorgestellt.

Die Kalifornier haben es schwer, ihre letztjährige Spitzenposition bei Applikations-Servern mit 36 Prozent Marktanteil zu verteidigen. Ihnen sitzt die IBM im Nacken, die laut Schätzungen der Giga Information Group nach gewaltigen Anstrengungen auf 34 Prozent aufgeholt hat, während Sun und Oracle mit jeweils unter zehn Prozent keine ernste Bedrohung darstellen. Seit Experten Applikations-Server in die Ecke der Commodity-Produkte gerückt haben, versuchen beide Hersteller, den Markt mit kompletten Infrastrukturpaketen zur Anwendungs- und Prozessintegration aufzurollen.

Neue Wege zur Abgrenzung vom ärgsten Konkurrenten sucht Bea nun über die Entwicklerschiene. Nach Meinung von Analysten der Yankee Group kopiert der Hersteller dafür die Microsoft-Strategie, wonach mit Hilfe einfach zu bedienender Werkzeuge möglichst viele Entwickler gewonnen werden sollen. Besonders im Java-Lager würden die Tools etwa der von Borland, IBM und Sun angebotenen Integrated Development Environments (IDEs) oft als komplex empfunden. Eine an Visual Basic angelehnte Entwicklungsumgebung soll hier vom Wechsel überzeugen, so die Hoffnung der Kalifornier.

Die Weichen dafür hatte der Java-Spezialist bereits im vergangenen Jahr gestellt, als er sich mit der Crossgain Corp. ehemals führende Microsoft-Köpfe ins Haus holte. So etwa Todd Nielsen, der in Redmond am Entwurf der .NET-Architektur beteiligt war, oder Adam Bosworth, der nach seinem Wechsel zu Crossgain das "Cajun"-Projekt leitete.

Cajun erreicht in Kürze Produktreife und wurde jetzt unter der Bezeichnung Weblogic Workshop vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein J2EE-Entwicklungs-Framework, das den Aufbau von Web-Services erleichtern soll, indem es eine grafische Oberfläche unter anderem mit Drag-and-Drop-Funktionen anbietet. Obwohl Branchenkenner wie IDC-Analyst Michele Rosen den Bea-Weg begrüßen, mochte sich bis Redaktionsschluss keiner der Experten dazu äußern, worin sich die Bedienung des Workshops insbesondere bei der Entwicklung von Enterprise Javabeans von den grafischen Konkurrenz-IDEs wie Websphere Studio (IBM), Jbuilder (Borland) oder Forte for Java (Sun) unterscheidet.

Das Toolkit wird Bestandteil der "Weblogic Platform", auf der künftig sämtliche Infrastrukturprodukte des Herstellers integriert sind. Auch am Kernstück dieses Pakets, dem Applikations-Server Weblogic, hat Bea gearbeitet: Release 7 unterstützt wie Suns Iplanet Application Server 6.5 als eines der ersten Produkte die J2EE-Spezifikationen der Version 1.3. Damit wurden auch die Java Messaging Services für asynchrone Transaktionen zwischen lose gekoppelten Applikationen implementiert - ein wesentliches Kriterium für zahlreiche Web-Services-Applikationen. (ue)