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27.11.1981 - 

"Trace mir alle Instruktionen, die ein bestimmtes Feld verändern."

Aus dem stehenden Test in die Programmliste

BURG (je)-Mit einem aus drei Komponenten bestehenden Werkzeug will die Freiburger Kühn & Weyh Software GmbH der wie sie sagt für die Wirtschaftlichkeit ungesunden und unerfreulichen Situation auf dem Gebiet der Software-Erstellung zu Leibe rücken.

Die Steigerung der Produktivität und Leistung auch in der Programmierung wird nach Ansicht von Kühn & Weyh für immer mehr Unternehmen zu einem Überlebensfaktor. Wie die Freiburger darlegen, betragen nach Analysen der IBM die Kosten für eine Programmzeile im laufenden Jahr 40 Mark, beläuft sich die Leistung eines Programmierers auf täglich 13 Codierzeilen und kostet ein solcher Programmierer mithin 520 Mark pro Tag. Die gleichen Analysen hätten ergeben, daß im vergangenen Jahr nur noch durchschnittlich 35 Prozent der Programmierkapazität auf die Neuentwicklung von Programmen entfallen seien.

Um die so skizzierten Zustände zu bekämpfen, hat Kühn & Weyh ein System entwickelt, das aus drei Komponenten besteht. Die Komponente "LMAINT" (Listen am Schirm) ersetzt, wie die Freiburger formulieren, die Berge von Papier, die man bisher auf jedem Programmierer-Schreibtisch finden kann. Am Ende eines jeden Jobs werde die Liste aus der POWER-Queue in ein Listen-File kopiert, von wo aus die Anzeige erfolge. Da die Datei DA organisiert sei und im Batch ein Index gebildet werde, sei das Blättern und Suchen von Labels (auch das Springen an das Ende einer Liste) zeitlos.

Die Komponente mit der Bezeichnung "XTEST/E" (Interaktives Debugging für Batch-Programme) oder "XCICS/E (Interaktives Debugging unter CICS) versetzt, wie Kühn & Weyh angibt, den Programmierer in die Lage, sein Programm vollständig von seinem Arbeitsplatz aus zu testen. Der Dialog zwischen dem System und dem Programmierer werde vollständig vom Bildschirm aus geführt, im Batch seien keine Eingaben auf der System-Konsole erforderlich.

Lebende Konsole

Kühn & Weyh verweist hier nachdrücklich auf "Trace-Control". Diese Einrichtung verschone den Anwender von den Papier-Bergen, die die Verwendung einer Trase-Einrichtung normalerweise zur Folge habe; denn es ei möglich,

- den Output des Trace am Bildschirm anzuzeigen und nicht auszudrucken,

- den Output durch Eingabe zusätzlicher Parameter zu reduzieren ("Trace mir alle Instruktionen, die ein bestimmtes Feld verändern"),

- in der Ausgabe des Trase zu blättern,

- bei "stehendem" Test die Programmliste am Schirm anzuzeigen.

"XLOG", die dritte Komponente System-Konsole unter CICS, beschreibt Kühn & Weyh als "lebende Konsole", die den Programmierern und den Mitarbeitern der Arbeitsvorbereitung den Zugang zum Computer erleichtere. Jeder Bildschirm könne als System-Konsole genutzt werden. Paßwort-Schutz sei selbstverständlich.

Die einzelnen Komponenten-so die Freiburger zusammenfassend sind aneinander angepaßt; so sei X möglich, aus dem stehenden Test heraus in die Programmliste zu gehen und anschließend den Test fortzuführen. Ebenso werde der Anwender beim Testen eines Batch-Programms über XLOG optisch und akustisch auf das Auftreten eines Programmfehlers aufmerksam gemacht. Kühn & Weyh wendet sich mit seinem Multi-Tool an IBM-Anwender.

Informationen: Kühn & Weyh Software GmbH, Eisenbahnstraße 43, 7800 Freiburg i. Br., Tel:(0761)34333.