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20.03.2006

Aus für DSL-Wettbewerb?

Die Deutsche Telekom räumt großen DSL-Wiederverkäufern immense Rabatte ein.

Großen Resellern, die den neuen Net-Rental-Vertrag unterzeichnen, räumt der Bonner Carrier nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" Rabatte von mehr als 50 Prozent ein. Bisher bekamen die Provider 11,5 Prozent Nachlass auf den Endkundenpreis eines DSL-Anschlusses, wenn sie als Wiederverkäufer auftraten. Um in den Genuss des neuen Rabatts zu kommen, benötigen Provider nach Ansicht von Branchenkennern mindestens eine halbe Million Kunden. T-Online, United Internet sowie AOL sollen bislang einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet haben.

Das Rabattmodell der Telekom könnte den Wettbewerb auf dem deutschen DSL-Markt gefährden. Vor allem kleinere Anbieter drohen unter die Räder zu kommen. Denn während die kleineren Wiederverkäufer aufgrund der geringen Gewinnmarge kaum Spielraum in ihrer Preiskalkulation haben, könnten die großen Drei künftig ganz anders agieren.

Lohnt ein eigenes Netz noch?

So vermutet die Branche, dass die kostenlose DSL-Flatrate der United-Internet-Tochter GMX wohl auf Basis des neuen Net-Rental-Vertrages entstand.

Die neuen Tarife sind auch für Netzanbieter mit eigener Infrastruktur wie Arcor, Hansenet und andere eine existenzielle Bedrohung. Sie mieten nämlich die nackte Teilnehmeranschlussleitung (TAL) für 10,65 Euro von der Telekom. Darauf aufbauend offerieren sie auf eigene Rechnung Telefon und DSL-Zugang. Gelang es den Anbietern eine entsprechend günstige Kostenstruktur zu realisieren, konnten sie der Telekom mit ihren Komplettangeboten viele Kunden abjagen, wie in den Ballungsräumen geschehen. Diese Rechnung scheint nun nicht mehr aufzugehen, wenn die großen Reseller die DSL-Anschlüsse zu Sonderkonditionen einkaufen können. (hi)