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30.10.1992 - 

Übergang von proprietären Losüngen in die Unix-Welt

Aus Kostengründen setzt Opel künftig offene Systeme ein

RÜSSELSHEIM/STUTTGART---(CW) - Die Adam Opel AG setzt zur Händlerkommunikation künftig die SCO-ODT-basierte Unix-Netzwerk-Lösung "Godics" ein. Hierzu werden die europäischen Opel-Händler mit neuen PC- und Kommunikationssystemen . ausgestattet.

Nach Angaben von Opel sind in Deutschland hauptsächlich vier Hardware-Anbieter an der Umstellung beteiligt: IBM, Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG, MAI und die zum ADP-Konzern gehörende Autonom.

Das Projekt beruht auf einer Entscheidung von Opel und General Motors Europe, von proprietären Lösungen auf Unix-Standards und offene Kommunikationssysteme zu wechseln. Opel begründet den Wechsel damit, die DV-Kosten für die Vertragshändler möglichst niedrig halten und einen hohen Applikationsstandard sichern zu wollen. Für Opel sei ein weiterer Vorteil der Unix-Lösung, so SNI, daß der Enduser keine Hardware-Abhängigkeit gegenüber einem Hersteller eingehe und die Integration von herstellereigenen Softwaremodulen, beispielsweise eines elektronischen Teilekatalogs, in Unix leicht realisierbar sei. Über das Investitionsvolumen war bei Opel keine Auskunft zu bekommen.

In Deutschland führte Opel bereits vor mehr als zehn Jahren zur Händlerkornmunikation das Kommunikationssystem Edics ein. Seit 1988 sind in Europa alle Opel- und GM-Vertrags händler mit Systemen auf Basis von Datex-P verbunden. Auf die Frage, für welche Übertragungsart Opel sich künftig entscheiden wolle, hieß es nur, es werde die Kostengünstigste gewählt. In den nächsten Jahren sollen die rund 3600 Opel-Vertragshändler in Europa mit offenen Systemen ausgestattet werden, um den Informationsfluß zwischen Werkstätten, Lager und Verwaltung zu steuern.

Im Zuge dieses Projekts wird SNI die deutschen Opel-Händler, die mit der proprietären 8870-Quattro-Niros-Lösungs plattform arbeiteten, mit 486er PCs vom Type PCD-4T beziehungsweise PCE-4T ausstatten. Diese sind als Server im Ethernet gedacht. Als Kommunikationsmedium im LAN dient "Iolan". Das Gerät erlaubt nach Angaben von Chase Research den Anschluß von bis zu 16 Terminals, Druckern und anderen seriellen Peripherieeinheiten

Überwachung mit Hllfe des SNMP

Herzstück des Iolan ist ein 1 6-Megahertz-80C I 86-Prozessor ,zudem ist das Gerät mit 1 MB DRAM, 512 KB EPROM und weiteren 8 KB nicht-flüchtigen RAM-Speicher für Netzwerkstatistik und Setup-Daten bestückt. Mit Hilfe des SNMP ist es dem Netzwerkadministrator möglich, die verschiedenen TCP/IP-basierten Host-Systeme zu überwachen, zu konfigurieren und zu kontrollieren. Die dazu notwendigen Befehle sind in der Management Information Base enthalten.

Zur Erhöhung der Sicherheit besitzt die neue Iolan-Version Schutzmechanismen wie bidirektionale Modemkontrolle und einen Paßwortschutz, bei dem der Benutzer seinen Arbeitplatz verlassen kann, ohne sich aus dem Netz ausloggen zu müssen, da Iolan das Terminal sperrt.

Nach Informationen von Chase Research werden bei den Opel-Vertragshändlern europaweit rund 1500 lolan-Systeme zum Einsatz kommen Die Stuttgarter Niederlassung hat nach eigenen Angaben bereits 80 Systeme im Wert von acht Millonen Mark installiert.