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05.05.1995

Ausbau des Service fuer Applikationen geplant Lite-Produkte sollen Oracle den Weg zum Mittelstand ebnen

FRAMINGHAM (IDG) - Mit Windows-basierten Lite-Versionen will die Oracle Corp. ihre Anwendungspalette fuer betriebswirtschaftliche und produktionstechnische Loesungen in den Mittelstand tragen. Ausserdem will man die Aufgaben der Applications-Division intensivieren.

Wie schon im Kerngeschaeft mit den Datenbanken sucht Oracle nun auch bei den Anwendungen den Weg zum Desktop. Die Low-end- Versionen fuer die betriebswirtschaftliche Software "Financials" und die PPS-Loesung "Manufacturing" werden noch in diesem Jahr von Unix auf Windows NT beziehungsweise Windows 95 portiert. Das Besondere an den abgespeckten Programmen wird laut Oracle-Manager Ray Lane sein, dass sie sich in einem Zeitraum von drei bis vier Monaten beim Anwender implementieren lassen.

Da eine verkuerzte Installationsphase nur auf Kosten der Flexibilitaet zu erreichen sei, wuerden sich die Lite-Anwendungen in erster Linie fuer den Mittelstand eignen, so der New Yorker Systemberater Mark Farnham. Denn kleinere Unternehmen koennten sich mit ihren Geschaeftsablaeufen eher der Software anpassen als umgekehrt.

Im Gegensatz zu aehnlichen Vorhaben anderer Hersteller wie SAP oder Platinum sollen Oracles Low-end-Produkte ausschliesslich in Verbindung mit der hauseigenen Datenbank-Engine laufen. Lane bestaetigte, dass die Software fuer den "Workgroup Server" konzipiert werde, eine fuer 25 bis 50 User vorkonfigurierte Version von Oracle 7.

Um das Geschaeft mit den Anwendungen zu forcieren, will Oracle auch unternehmensinterne Veraenderungen vornehmen. Als Resultat einer dreimonatigen Studie und nicht zuletzt angespornt durch SAPs Erfolg auf dem amerikanischen Markt plant der Datenbankspezialist eine Intensivierung seiner fuer Applikationen zustaendigen Division. Bis zum 1. Juni, dem Beginn des neuen Geschaeftsjahres, sollen Vertriebs- und Supportteams gebildet werden, die sich speziell diesem Geschaeftsbereich widmen. Bislang haetten sich Vertrieb und Marketiers zu sehr auf den Datenbankmarkt konzentriert, so dass man im Bereich Applikationen Kunden an Konkurrenten verloren habe, beklagt Lane. Zum Preisgefuege der neuen Produkte wollte sich der Oracle-Manager noch nicht aeussern, es wuerde aber im Rahmen der neuen Strukturen fuer "Pro-User-Lizenzen" liegen, die ebenfalls am ersten 1. Juni in Kraft treten.