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Mit Einstiegskonfigurationen Erfahrungen sammeln:


16.11.1984 - 

Ausbaubarkeit als wichtigstes Kriterium

Die Frage welche Rechnerklasse zu welcher Anwendung paßt beleuchtet der Autor Wolfgang Haunzwickl, Marketingleiter der Prime Computer GmbH, Wiesbaden, aus der Sicht seines Unternehmens, Umfangreiche Kommunikationsmöglichkeiten, Integration verschiedener Applikationspakete, Datenbanken und die Einbringung der Netzwerkfähigkeit In die Arbeitswelt des Anwenders sind für Ihn die entscheidenden Kriterien in der Wahl der Mikrocomputer oder Superminrechner.

Betrachtet man beispielsweise ein CAD-Paket, so wird der Kunde sehr bald feststellen, daß der gewünschte Produktivitätsgewinn nur, durch die Verbindung zu einem Fertigungssteuerungspaket, einem NC-Paket und eventuell der Konzern-Datenbank gewährleistet wird.

Ein weiterer Entscheidungspunkt ist die Ausbaubarkeit der heutigen Systeme. Auf das CAD-Beispiel von vorhin bezogen erstellt eine mittelgroße Firma pro Jahr 20 000 bis 40 000 Zeichnungen. Legt man einen Durchschnitt von 50 000 Byte erforderlicher Speicherkapazität pro Zeichnung zugrunde, so ist man schnell im Gigabyte-Bereich, wenn alle Zeichnungen im ständigen Zugriff auf dem Magnetplattenspeicher gehalten werden sollen. Hier benötigt man eindeutig Systeme, die diese Plattenkapazität bieten können, nämlich Superminis oder sogar Mainframes

Viele Anwender benutzen neben ihren Applikationen auch Projektmanagementsysteme welche die Planung, Freigabe und Kontrolle der entsprechenden Aufträge übernehmen. Hierfür wird zum einen ein komplexes Datenbanksystem gebraucht, welches sehr oft noch auf ein Netz von mehreren Rechnern verteilt ist. Auf der anderen Seite muß eine Vielzahl von Programmsprachen und Hilfsmitteln zur Verfügung stehen, damit die entsprechenden technisch-wissenschaftlichen und kommerziellen Programmpakete in die Applikation integriert werden können. Hier zeigt sich schnelle daß es relativ einfach ist, ein bestimmtes Anwendungspaket auf einen Rechner umzustellen zum laufen zu bringen, daß der ausgefeilte Betriebssysteme, Datenbanken sowie ein vernünftiges Integrationskonzept notwendig sind, um diese Applikation sinnvoll einsetzen zu können.

Für viele Anwender ist es wichtig, mit einer kostengünstigen Einstiegskonfiguration zu beginnen und Erfahrungen zu sammeln. Nach einiger Zeit hat man sich in die Applikation eingearbeitet und benötigt wahrscheinlich mehr Bildschirme oder weitere Dienstprogramme und somit mehr Maschinenleistung.

Man hat errechnet, daß sich die Komplexität von CAD/CAM-Paketen etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Nur die problemlose Erweiterung der installierten Maschine schützt die Investition des Kunden und sichert deren Wirtschaftlichkeit langfristig.

Wer heute mit der Systemauswahl betraut ist, sollte deshalb genau prüfen, welche Aufrüstmöglichkeit der Hersteller anbietet und ob womöglich Soft- und Hardware umgestellt werden müssen.

Ein weiterer Entscheidungspunkt vor allem im Hinblick auf technisch/ wissenschaftliche Anwendungen sollte die reine Rechenleistung einer Maschine sein - Aufgaben wie.

- Logik-Simulation für elektronische Schaltungen

- Design Rule Check auf ICs

- automatisches Schraffieren und Füllen von Flächen

- Schattierungen von 3-D-Körpern

- Rechnen von verdeckten Kanten

- komplexe Layout-Algorithmen für Leiterplatten

erfordern spezialisierte Maschinenbefehle sowie optimierte Hardware erweiterungen, die meistens nur in Superminis zu finden sind. Für den Anwender bedeutet dies schnellen Bildaufbau, ausgezeichnetes Antwortzeitverhalten sowie hohe Durchsatzleistung beim Anschluß vieler, mit unterschiedlichen Aufgaben betreuten Bildschirme.

Zusammenfassend ist also folgendes zu sagen: Superminis bieten erhebliche Vorteile auf den Gebieten der

- Rechenleistung

- Ausbaufähigkeit

- Integration technischer und kommerzieller Anwendungen

- Kommunikationsmöglichkeit (Datex, SNA, RJE, Btx, TTX, etc.)

- einheitliche (verteilte) Datenbank.

Der zukünftige Anwender sollte sich im klaren sein, daß die höchsten Kosten der Einführung einer komplexen Applikation, zum Beispiel CAD, zum einen die Schulung seiner Mitarbeiter und zum anderen die Anpassung des Systems an seine Organisation darstellen. Wählt man hier die falsche Einstiegslösung, mag dies kostengünstig aussehen, bei späterem Umstieg auf größere Systeme ist teuer erworbenes Know-how meistens verloren.

Trends und Entwicklungen

Wie oben dargestellt, geht der Trend heute in zwei Richtungen: preisgünstige Zeichensysteme und einfache Applikationen auf Mikrocomputern sowie anspruchsvolle Lösungen auf Superminis und Mainframes.