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22.04.2008

AUSBLICK/Bei Software AG steht nach 1Q Prognose im Mittelpunkt

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Software AG hat nach Ansicht von Marktbeobachtern im ersten Quartal zwar ein weiteres Wachstum erzielt. Nach Gerüchten um eine Gewinnwarnung interessiert die Analysten nun besonders, ob der Darmstädter Softwareanbieter die Erwartungen erfüllt hat und seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Die Zahlen legt die Software AG am Dienstag vor.

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Software AG hat nach Ansicht von Marktbeobachtern im ersten Quartal zwar ein weiteres Wachstum erzielt. Nach Gerüchten um eine Gewinnwarnung interessiert die Analysten nun besonders, ob der Darmstädter Softwareanbieter die Erwartungen erfüllt hat und seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Die Zahlen legt die Software AG am Dienstag vor.

Die zwölf von Dow Jones Newswires befragten Analysten rechnen im Mittel mit Gesamtumsatz von 167,1 (Vorjahr: 124,1) Mio EUR und einem Lizenzumsatz von 63,5 (46,9) Mio EUR. Die Konsensprognose beim EBIT lautet auf 33,6 (25,0) Mio EUR. Die Experten erwarten im Schnitt ein Nettoergebnis nach Minderheiten von 20,5 (17,7) Mio EUR und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,72 (0,63) EUR. Allerdings sind die berichteten Vorjahreswerte nach der Übernahme des US-Anbieters für Integrationssoftware WebMethods im vergangenen Juni nur bedingt vergleichbar.

Für das Gesamtjahr hat sich das TecDAX-Unternehmen vorgenommen, den Umsatz im laufenden Jahr währungsbereinigt um 24% bis 27% zu steigern. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz 621,3 Mio EUR, was einem währungsbereinigten Wachstum von 34%entsprach. Die EBIT-Marge soll 2008 auf 24% von 22% im Vorjahr zulegen.

Für Analyst Knut Woller von der UniCredit steht vor allem die Entwicklung der einzelnen Segmente im Mittelpunkt. Im umsatz- und margenstärkeren ETS-Geschäft stelle sich nach den guten Vorgaben von IBM im Großrechnerbereich die Frage, ob sich bei der Software AG die Wachstumsraten der Vergangenheit fortsetzten.

Die Entwicklung bei IBM wird häufig als Gradmesser für den Geschäftsbereich Enterprise Transaction Systems (ETS) herangezogen, in dem die Software AG das Datenbankmanagementsystem Adabas sowie die Entwicklungsumgebung Natural vereint. Auch die Analysten von JP Morgan rechnen damit, dass die Software AG in diesem Bereich künftig an die Erfolge von IBM anschließen kann.

Nach Ansicht von Woller liegt im Geschäftsbereich WebMethods nach dem eher enttäuschenden vierten Quartal das Augenmerk darauf, ob es zu einer Stabilisierung gekommen sei. Analysten von der WestLB erwarten im Bereich WebMethods im ersten Quartal positive Übertragseffekte aus dem Vorquartal.

Die Wechselkursschwäche des Dollar gegenüber dem Euro hat nach Einschätzung der Analysten zwei gegenläufige Auswirkungen auf die Ergebnisse der Software AG. Einerseits müsse man die Dollarschwäche für europäische Software-Hersteller "als Nachteil sehen," sagte Analyst Ulrich Trabert vom Bankhaus Metzler, da die US-Erlöse geschmälert werden. Einige Banken, darunter die UniCredit, M.M. Warburg und JP Morgen haben in den vergangenen Wochen wegen der Dollarschwäche ihre Prognosen 2008 für die Software AG um 2% bis 4% zurückgenommen.

Andererseits sei es richtig, dass die Software AG durch den Kauf von WebMethods von einem "Natural Hedge" profitiere, sagte Woller von der UniCredit. Bei der Bilanzpressekonferenz im Januar hatte der Finanzvorstand der Software AG, Arnd Zinnhardt, gesagt, die Dollarschwäche spiele dem Unternehmen eher in die Hände. Durch die Übernahme entstünden auch Kosten in der US-Währung und die 546-Mio-USD-Transaktion werde ebenfalls in Dollar abgewickelt.

Webseite: http://www.softwareag.com/ -Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 102; dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/nas

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