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04.11.2008

AUSBLICK/FMC wird erneut gutes Quartalsergebnis zeigen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dialysedienstleister Fresenius Medical Care AG & Co KGaA (FMC) wird nach Einschätzung von Analysten im dritten Quartal erneut gute Zahlen vorlegen. Analysten rechnen mit deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserungen im Berichtszeitraum. Einziger Belastungsfaktor seien die deutlich gestiegenen Kosten für den Blutverdünner Heparin. Die Quartalszahlen will der DAX-Konzern mit Sitz in Bad Homburg am Dienstag veröffentlichen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dialysedienstleister Fresenius Medical Care AG & Co KGaA (FMC) wird nach Einschätzung von Analysten im dritten Quartal erneut gute Zahlen vorlegen. Analysten rechnen mit deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserungen im Berichtszeitraum. Einziger Belastungsfaktor seien die deutlich gestiegenen Kosten für den Blutverdünner Heparin. Die Quartalszahlen will der DAX-Konzern mit Sitz in Bad Homburg am Dienstag veröffentlichen.

Grundsätzlich werde FMC über ein stabiles, gut laufendes Geschäft berichten können, sagte beispielsweise Analystin Christa Bähr von der DZ BANK. Der positive Währungseffekt aus dem ersten Halbjahr werde sich jedoch im dritten Quartal im Umsatz schwächer bemerkbar machen, als im ersten Halbjahr, meinte sie. Bähr rechnet mit einem positiven Währungseffekt von rund 2,5%, nach 4% im ersten Halbjahr 2008.

Beim EBIT geht die Analystin mit einer Belastung von rund 5 Mio USD wegen Preiserhöhungen für den in der Dialyse benötigten Blutverdünner Heparin aus. Leslie Iltgen vom Bankaus Lampe rechnet im Gesamtjahr mit einer zusätzlichen Belastung wegen der gestiegenen Heparin-Kosten von rund 20 Mio USD. FMC bezieht das Mittel von dem US-Unternehmen APP Pharmaceuticals, das von der Muttergesellschaft Fresenius SE übernommen wurde. Die Preise für Heparin hatte APP im Sommer anheben können, da der Wettbewerber Baxter Anfang 2008 sein Produkt wegen Nebenwirkungen vom Markt genommen hat.

Von Dow Jones Newswires befragten 15 Analysten rechnen im Mittel für das dritte Quartal mit einem Umsatzanstieg um 9,8% auf 2,665 Mrd USD. Beim EBIT sagen sie eine Zunahme um im Mittel 8,2% auf 429 Mio USD voraus. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter prognostizieren sie ein Plus von 15,5% auf 209 Mio USD.

Für die wichtigste Region Nordamerika sagt Bähr eine weitere Stabilisierung der Umsätze voraus. Sie erwartet in der Region noch einen leichten Anstieg der Erlöse von 2% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Beim EBIT rechnet sie noch mit einer Zunahme um 3% in der Region. Die EBIT-Marge werde sich damit auf 17,2% verbessern, erklärte sie. Bei der durchschnittlichen Vergütung pro Behandlung in den USA erwartet sie eine im Vergleich zum Vorquartal unveränderte Entwicklung. Im zweiten Quartal 2008 hatte die durchschnittliche Vergütung pro Behandlung bei 327 USD gelegen.

Etwas stärker laufe das Geschäft außerhalb Nordamerikas, sagte sie. Hintergrund sei die vom Unternehmen forcierte internationale Expansion. Hier erwartet die Analystin eine EBIT-Marge von 17,6%.

Analysten rechnen am Dienstag auch mit einer Bestätigung der Jahresprognose bei FMC. Mit der erwarteten Entwicklung im dritten Quartal und den Ergebnissen im ersten Halbjahr liege das Unternehmen im Rahmen seiner Jahresprognose, begründete Bähr die Erwartung. Für das Gesamtjahr hat der Dialysedienstleister einen Umsatzanstieg um 7% auf mehr als 10,4 Mrd USD in Aussicht gestellt. Der Jahresüberschuss soll sich dabei auf 805 Mio USD bis 825 Mio USD verbessern.

Die bevor stehenden US-Wahlen dürften nach Ansicht der DZ BANK nur einen geringen, kurzfristigen Kurseinfluss bei FMC haben. Das Unternehmen habe in der Vergangenheit gezeigt, dass es unter republikanischen und unter demokratischen Regierungen gut wirtschaften könne, erklärte Bähr. Daher werde der Wahlausgang wohl nur einen kurzfristigen technischen Effekt auf die FMC-Aktie haben.

Auch die im MDAX notierte Muttergesellschaft Fresenius SE wird nach Einschätzung der Beobachter im dritten Quartal noch Zuwächse sowohl beim Umsatz als auch bei den Ergebniskennziffern zeigen. Die Zahlen seien jedoch beeinflusst durch Konsolidierungseffekte aufgrund der jüngsten Zukäufe, APP Pharmaceuticals, Dabur Pharma und Klinikum Krefeld, hieß es. Dem sich abschwächenden negativen US-Dollar-Euro-Translationseffekt stehe ein positiver Heparin-Effekt nach den Preisanhebungen von APP im Sommer gegenüber.

Von Dow Jones Newswires befragte Analysten rechnen im Mittel für das dritte Quartal noch mit einem Umsatzplus von 6,8% auf 2,988 Mrd EUR. Den EBIT-Anstieg beziffern sie noch mit 4,7% auf 423 Mio EUR. Nach Steuern und anderen Gesellschaftern sagen sie noch einen Gewinnanstieg um 6,9% auf 110 Mio EUR voraus.

Analysten erwarten bei dem Mutterkonzern auch eine Bestätigung der Jahresprognose. Für 2008 hat Fresenius einen Anstieg des Konzernumsatzes von währungsbereinigt 8% bis 10% in Aussicht gestellt. Der Jahresüberschuss soll währungsbereinigt um 10% bis 15% wachsen.

Webseiten: http://www.fmc-ag.de http://www.fresenius.de - Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/kla

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