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21.01.2008

AUSBLICK/Glänzende Ergebnisse bei Nokia im 4. Quartal erwartet

STOCKHOLM (Dow Jones)--Der finnische Handyhersteller Nokia wird nach Einschätzung von Beobachtern im vierten Quartal 2007 dank seiner führenden Position auf den Wachstumsmärkten und im Hochpreis-Segment glänzende Ergebnisse ausweisen. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten rechnen mit einem Umsatzwachstum von 28% auf 15,02 Mrd EUR und einem Plus von 31% auf 1,66 Mrd EUR beim Nettoergebnis. Nokia will am Donnerstag die Ergebnisse präsentieren.

STOCKHOLM (Dow Jones)--Der finnische Handyhersteller Nokia wird nach Einschätzung von Beobachtern im vierten Quartal 2007 dank seiner führenden Position auf den Wachstumsmärkten und im Hochpreis-Segment glänzende Ergebnisse ausweisen. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten rechnen mit einem Umsatzwachstum von 28% auf 15,02 Mrd EUR und einem Plus von 31% auf 1,66 Mrd EUR beim Nettoergebnis. Nokia will am Donnerstag die Ergebnisse präsentieren.

Wichtig dürften am Donnerstag Aussagen von Nokia sein, ob das Unternehmen das Wachstum in Zukunft wird halten können. Analysten befürchten, dass ein Konjunkturabschwung und ein stärkerer Wettbewerb auch den Branchenprimus treffen könnten. Jan Ihrfelt, Analyst bei Swedbank, verweist unter anderem auf die Sorge, dass ein geringes Verbrauchervertrauen von den USA auf andere Länder übergreifen könnte.

Im Schlussquartal 2007 dürfte Nokia an die 130 Mio Geräte verkauft haben, was einem Anteil von 40% am gesamten Handyabsatz ausmacht. Dabei haben die Finnen auch dem US-Wettbewerber Motorola wahrscheinlich einen deutlichen Marktanteil abgenommen. Beim durchschnittlichen Geräte-Verkaufspreis (ASP) rechnen die Beobachter mit einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorquartal. Im dritten Quartal 2007 hatte Nokia einen ASP von 82 EUR ausgewiesen.

Obwohl der Absatz zulegte, dürfte auch der Anteil der Billighandys am Volumen gestiegen sein. Im Multimedia-Geschäft von Nokia, inklusive dem beliebten Gerät "N95", rechnen die Beobachter aber mit robusten Zuwächsen.

Mit dem N95 hat Nokia ein Smartphone am Markt. Das N95 mit einem Standard-Speicher von 8 Gigabyte beinhaltet GPS-Empfänger, WLAN und eine 5-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Objektiv. Das Gerät enthalte alles, was aktuelle Handy-Technik derzeit hergebe, sagt ein Branchenkenner. Die Markteinführung des Trendhandys "iPhone" von Apple habe das Interesse der Konsumenten nach Multimedia-Diensten im Allgemeinen angetrieben.

Von Interesse sind bei Nokia auch die Aussagen zu ihrem Internetdienst "Ovi". Mit Ovi plant Nokia den Schritt ins Online-Musikgeschäft. Ovi - das finnische Wort für "Tür" - beinhaltet zudem vom PC und Nokia-Handys zugängliche Features wie die Spieleplattform N-Gage, den Navigationsdienst Nokia Maps und diverse Online-Communities.

Auf ihrem Investorentag im Dezember haben sich die Finnen für die kommenden ein bis zwei Jahre bereits höhere Ziele gesetzt. Nokia peilt eine operative Marge von 16% bis 17% an statt wie zuvor von 15%. Im dritten Quartal 2007 hatte Nokia hier 14,4% erreicht. Die Kernsparte Devices & Services, in der Nokia unter anderem die Handyproduktion angesiedelt hat, soll 20% Rendite abwerfen.

Für das Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN), in das die Finnen wie auch Siemens ihr Geschäft mit Netzinfrastruktur eingebracht haben, wird bis Ende 2009 eine Marge von 10% angestrebt. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass Nokia an den Prognosen festhalten wird.

Im Dezember hieß es weiter von Nokia, man rechne mit einem stabilen Wachstum des Marktes. Zu diesem Zeitpunkt stellte Nokia für 2008 ein Plus beim weltweiten Handyabsatz von 10%, getragen von den Märkten in Asien, dem mittleren Osten und Afrika. Dagegen würden Nordamerika, Europa und Lateinamerika unterdurchschnittlich zulegen.

In Deutschland steht Nokia derzeit wegen der geplanten Werkschließung in Bochum in der Kritik. Sollte Nokia die Fabrik dichtmachen, dann könnte dies nach Medienberichten die teuerste Werkschließung in der Geschichte Deutschlands werden. Die Kosten für die Schließung des Werks dürften sich auf mehrere hundert Mio EUR summieren. Hauptposten wäre ein Sozialplan, der beispielsweise Abfindungen und die Gründung von Beschäftigungsgesellschaften regelt. Nokia müsste dafür tief in die Tasche greifen, da das Unternehmen glänzende Gewinne macht.

Webseite: http://www.nokia.com

-Von Adam Ewing und Christine Benders-Rüger, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 272 25 105, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/cbr/jhe

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