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03.02.2009

AUSBLICK/Heidelberger Druck im 3Q von Branchenschwäche mitgerissen

FRANKFURT (Dow Jones)--Die exportorientierte Druckmaschinenbranche ist im vergangenen Jahr angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise zunehmend unter die Räder gekommen. Innerhalb eines Jahres hat sich das Geschäft der Hersteller drastisch verschlechtert, seit Monaten können die Unternehmen die negativen Auswirkungen der Finanzkrise in den Auftragsbüchern ablesen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Die exportorientierte Druckmaschinenbranche ist im vergangenen Jahr angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise zunehmend unter die Räder gekommen. Innerhalb eines Jahres hat sich das Geschäft der Hersteller drastisch verschlechtert, seit Monaten können die Unternehmen die negativen Auswirkungen der Finanzkrise in den Auftragsbüchern ablesen.

Am kommenden Dienstag berichtet die im DAX notierte Heidelberger Druckmaschinen AG über den Geschäftsverlauf im Zeitraum Oktober bis Dezember. Für die Anleger steht im Mittelpunkt die Frage, wie stark die Branchenschwäche sich auf die Auftragseingänge des Konzerns ausgewirkt hat.

Das Geschäftsjahr 2008/09 von Heidelberger Druck endet am 31. März, und der Konzern präsentiert daher Neunmonats- bzw Drittquartalszahlen. Heidelberger Druck ist mit einem Marktanteil von 40% der weltgrößte Hersteller von Bogenoffset-Druckmaschinen und hatte bereits im ersten und im zweiten Quartal Verluste geschrieben.

Auf die aktuelle Krise hat Heidelberger Druck Ende Oktober mit einer Ausweitung der aktuell laufenden Restrukturierung reagiert. 2.500 Arbeitsplätze sollen dabei gestrichen werden. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit erheblichen Umsatzeinbußen, einem schlechteren Betriebsergebnis (EBIT) sowie ebenfalls schwächerem Finanzergebnis. In Summe, einschließlich Restrukturierungsaufwand, dürfte dies 2008/09 "zu einem deutlichen Jahresfehlbetrag" führen.

Anders als zuvor gibt der Konzern keine mit Zahlen unterlegte Prognose für 2008/09. Analysten rechnen für den Zeitraum Oktober bis Dezember mit einem erheblichen Einbruch bei den Auftragseingängen. Ein Beobachter hält gar einen Rückgang um 46% zum Vorjahresquartal für möglich und verweist auf die jüngste Veröffentlichung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Laut VDMA ist der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau im November um real 30% gefallen. Bei Textilmaschinen, Baumaschinen oder auch Druckmaschinen hat es teilweise Einbrüche um 50% gegeben. Nach Einschätzung von Experten hat sich der Abschwung in der Druckmaschinenbranche im vierten Kalenderquartal damit weiter verschärft. Die Hoffnungen nach der Branchenmesse Drupa im Frühjahr 2008 haben sich nicht im vollen Umfang erfüllt.

Analysten gehen davon aus, dass in Anbetracht des Nachfrageeinbruchs die bislang angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen bei Heidelberger Druck nicht ausreichen werden. Auf operativer Basis und unter dem Strich wird das Unternehmen in dem Berichtsquartal roten Zahlen schreiben.

Nachfolgend die Schätzungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2008/09 der Heidelberger Druckmaschinen AG (in Mio EUR, Ergebnis je Aktie, Dividende und Kursziel in EUR, nach IFRS).

=== 3. Quartal Umsatz op Erg Erg Erg vSt nSt(1) MITTELWERT 753 -58 -81 -62 Vorjahr 928 81 59 42 Veränderung -19% -- -- -- MEDIAN 750 -53 -71 -57 Maximum 816 -8 -33 -25 Minimum 710 -175 -189 -130 Anzahl 14 14 12 14 Erg/ Dividende/ Aktie(2) Aktie 2008/09 MITTELWERT -0,75 0,00 Vorjahr 0,54 0,95 Veränderung -- -100% MEDIAN -0,75 0,00 Maximum -0,32 0,00 Minimum -1,30 0,00 Anzahl 13 11 Neun Monate Umsatz op Erg Erg Erg/ Erg vSt nSt(1) Aktie(2) MITTELWERT(3) 2.214 -144 -213 -157 -1,97 Vorjahr 2.568 177 124 87 1,11 Veränderung -14% -- -- -- -- MEDIAN(3) 2.210 -138 -202 -152 -1,97 ===

Quelle Vorjahreszahlen: Angaben des Unternehmens - wie berichtet.

(1) Nach Anteilen Dritter

(2) Unverwässert.

(3) Eigene Berechnung von Dow Jones Newswires auf Basis des Konsens für das dritte Quartal und der bereits berichteten Halbjahreszahlen.

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