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07.05.2008

AUSBLICK/Heidelberger Druck mit schwachem 4. Quartal erwartet

Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

HEIDELBERG (Dow Jones)--Die Heidelberger Druckmaschinen AG wird nach Einschätzung von Analysten bei Umsatz und Ergebnis ein deutlich unter dem Vorjahr liegendes Schlussquartal 2007/08 ausweisen. Das Unternehmen selbst hatte bereits Anfang April die Prognosen für das Ende März zu Ende gegangene Geschäftsjahr innerhalb von wenigen Wochen zum zweiten Mal gesenkt. Der MDAX-Konzern wird seine Viertquartals- und Jahreszahlen am Mittwoch veröffentlichen.

Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten rechnen im Schlussquartal im Vergleich zum Vorjahr mit einem Umsatzrückgang von rund 8% auf 1,114 Mrd EUR und einem operativen Ergebnis (EBIT) von 86 Mio EUR nach 160 Mio EUR. Das Nachsteuerergebnis wird mit 47 Mio EUR ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert von 83 Mio EUR erwartet.

Der Druckmaschinenhersteller aus Heidelberg hatte Anfang April mitgeteilt, dass er wegen der schwierigen Marktbedingungen im laufenden Geschäftsjahr auch seine im Februar gesenkten Umsatz- und Gewinnprognosen verfehlen wird. Anleger reagierten damals geschockt und schickten die Aktie auf Talfahrt. Mehrere Analysten stuften ihre Einschätzung für Heidelberger Druckmaschinen herunter.

Heidelberger Druckmaschinen begründete die Gewinnwarnung damit, dass die Auftragseingänge im Quartal vor der Branchenmesse drupa hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Der Umsatz werde nun nicht, wie zuvor erwartet, auf Vorjahresniveau bei rund 3,8 Mrd EUR liegen, sondern um rund 3% niedriger ausfallen. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) wird im Gesamtjahr nur noch mindestens 260 Mio EUR betragen. Entsprechend werde sich auch der Jahresüberschuss verschlechtern.

Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten rechnen entsprechend für das Gesamtjahr auch mit einem um 3% niedrigeren Umsatz von 3,685 Mrd EUR, einem operativen Ergebnis von 264 (Vj 362) Mio EUR und einem nahezu halbierten Nachsteuerergebnis von 136 Mio EUR.

Traditionell laufen die Geschäfte vor der alle vier Jahre stattfindenden Branchenmesse drupa bei allen Druckmaschinenherstellern etwas verhaltener. Analysten hatten sich jedoch bei Heidelberger Druckmaschinen überrascht gezeigt, dass das Unternehmen innerhalb weniger Wochen gleich zwei Gewinnwarnungen veröffentlichen musste und einen extrem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge dahinter vermutet.

Heidelberger Druck litt zuletzt unter anderem unter dem starken Euro, der Zyklizität des Geschäfts und der Angst der US-Kunden vor einer Rezession. Dies hatte sich bereits im vergangenen Quartal auf die Investitionsbereitschaft der Kunden im Nordamerika-Geschäfts ausgewirkt.

Dem Unternehmen nach ist eine kurzfristige Besserung der Lage nicht in Sicht. So sehe der weltgrößte Druckmaschinenhersteller den weiteren Geschäftsverlauf bei zurückgehenden Konjunkturdaten kritisch, hieß es Anfang April. Sollte sich diese Tendenz nach der drupa bestätigen, schließt Heidelberger Druck eine Restrukturierung nicht aus, die sich auf die Arbeitsplätze auswirken könnte. Über eine mögliche Restrukturierung sei aber noch nicht entschieden, hieß es von Heidelberg. Dafür müsse zunächst der Verlauf der drupa abgewartet werden.

Webseite: http://www.heidelberg.com - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/nas

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