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16.10.2007

AUSBLICK/Jahresprognose rückt bei SAP-Zahlen in den Blickpunkt

16.10.2007
Von Alexander Becker Dow Jones Newswires

Von Alexander Becker Dow Jones Newswires

WALLDORF (Dow Jones)--Die SAP AG hat im abgelaufenen dritten Quartal 2007 nach Einschätzung von Analysten einen leichten Margenrückgang verzeichnet. Bei einem erwarteten Umsatzwachstum von 10% entwickelten sich die Erträge demnach unterproportional. Belastend dürften sich die Aufwendungen für das neue Mittelstandsprodukt Business ByDesign ausgewirkt haben. Analysten wie Investoren werden bei der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag vor Börsenbeginn vor allem die Jahresprognose in den Blick nehmen.

Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten rechnen im Mittel mit einem Zuwachs der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 10% auf 2,437 Mrd EUR. Dabei werden die "Software und softwarebezogenen Serviceerlöse mit einem Plus von 12% auf 1,726 Mrd EUR und die Beratungs-, Schulungs- und sonstige Serviceerlöse mit einem Zuwachs von 5% auf 689 Mio EUR gesehen.

Auf der Ertragsseite dürften sich vor allem die Aufwendungen für die Mitte September vorgestellten neuen Mittelstandsprodukt Business ByDesign auswirken. Hier rechnen die Analysten im Mittel mit einem Rückgang der operativen Marge auf 24% von 24,8% im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis wird mit 405 Mio EUR rund 9% über dem Vorjahreswert gesehen.

Die Analysten der Deutschen Bank etwa gehen im Vergleich zum Vorquartal mit einer leichten Steigerung der Business-ByDesign-Aufwendungen auf 35 (Vorquartal: 30) Mio EUR. SAP hat angekündigt, bis Ende 2008 etwa 300 Mio bis 400 Mio EUR in den Start des neuen Produkts investieren zu wollen.

Das vormals unter dem Projektnamen "A1S" firmierende Produkt wurde Mitte September unter dem neuen Namen Business ByDesign in New York vorgestellt. SAP vermarktet ihre neue On-Demand-Geschäftssoftware unter dem Namen "Business ByDesign". Die On-Demand-Software ist für mittlere und kleine Betriebe konzipiert und einer der zentralen Bausteine in der Mittelstandsstrategie des Konzerns.

Im zweiten Quartal hatte SAP hat den Gewinn dank operativer Ertragsverbesserungen und Steuereffekten noch unerwartet gesteigert. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Umsatzrückgang gerechnet. Trotz des unerwartet starken Halbjahres hatte SAP ihre Gesamtjahresprognose im Juli unverändert gelassen.

Demnach rechnet das Unternehmen bislang bei Service- und servicebezogenen Umsätzen mit einem Zuwachs von 12% bis 14%. Die operative Marge sieht SAP im Gesamtjahr bei 26% bis 27% - nach 27,3% im Vorjahr. Die Steuerquote wird zwischen 32,5% und 33% gesehen.

Die Analysten der Deutschen Bank legen deshalb "den ganzen Fokus" auf die Gesamtjahresprognose des SAP-Managements. Sie verweisen auf eine angesichts der guten Entwicklung im ersten Halbjahr "konservative" Prognose für das zweite Halbjahr.

Für eine Anhebung der Prognose sehen sie dabei nur eine "kleine Chance", auch wenn SAP üblicherweise etwa 40% des Lizenzjahresumsatzes im vierten Quartal erwirtschaftet. Eine Anhebung der Ertragsprognose könnte nämlich die Verhandlungsposition der Walldorfer gegenüber den eigenen Kunden schwächen, argumentieren die Analysten der Deutschen Bank. Wahrscheinlicher sei, dass sich das Management schütze und an seiner bisherigen Prognose festhalte.

Denkbar wären aber Aussagen, wonach die Jahreswerte von Umsatz und Ertrag eher am oberen Ende der Prognosenspanne gesehen werden. Auch die Analysten der UniCredit rechnen damit, dass SAP seine Prognose bestätigen wird.

Webseite: http://www.sap.com/ -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)89 - 5521 4030, industry.de@dowjones.com DJG/abe/rio

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