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12.08.2008

AUSBLICK/Leoni stemmt sich gegen den Trend der Autoindustrie

NÜRNBERG (Dow Jones)--Dem pessimistischen Trend der Automobilindustrie stemmt sich die Leoni AG entgegen. Wenn der Nürnberger Automobilzulieferer am Dienstag seine Zahlen für das zweite Quartal präsentiert, erwarten die Analysten nicht nur ein gutes Ergebnis, sondern rechnen zum Teil auch mit einer Anhebung der Prognose.

NÜRNBERG (Dow Jones)--Dem pessimistischen Trend der Automobilindustrie stemmt sich die Leoni AG entgegen. Wenn der Nürnberger Automobilzulieferer am Dienstag seine Zahlen für das zweite Quartal präsentiert, erwarten die Analysten nicht nur ein gutes Ergebnis, sondern rechnen zum Teil auch mit einer Anhebung der Prognose.

Geprägt sind die Zahlen im zweiten Quartal von der Konsolidierung der einstigen Valeo-Bordnetzsparte, die seit Jahresanfang unter dem Namen Leoni Wiring System France (LWSF) firmiert. Sie sorgt nach Ansicht der von Dow Jones Newswires befragten elf Analysten im zweiten Quartal durchschnittlich für ein Umsatzplus von mehr als 33% auf 786 Mio EUR. Geringer fällt das Plus beim Gewinn vor Zinsen und Steuern aus: Hier rechnen die Experten mit einem Anstieg um 4,6% auf 36,8 Mio EUR.

Anders sieht es beim Ergebnis aus: Beim Gewinn vor Steuern erwarten die Analysten ein Minus von 19,3% auf 26,6 Mio EUR und beim Nettogewinn ein Minus von 13,2% auf 20,5 Mio EUR. Den Gewinn dürfte eine Abschreibung infolge der Kaufpreisallokation (PPA) sowie Integrationskosten schmälern. Hinzukommen Ausgaben für die Integration sowie Zinsen und weitere Investition und Vorlaufkosten.

Doch die Analysten sehen in der französischen Tochter vor allem Chancen. Mit ihr habe Leoni eine konkreten Hebel zur Steigerung der Marge, so Jürgen Pieper, Analyst beim Bankhaus Metzler. Entscheidend ist, wie die Eingliederung der einstigen Valeo-Sparte verläuft. Anfang Juni sagte Klaus Probst, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG, dass die Integration nach Plan verlaufe.

Auch die Prognose für das laufende Jahr hat Probst bereits mehrmals bestätigt, zuletzt auf der Hauptversammlung Mitte Mai. Demnach rechnet Leoni 2008 mit einem Umsatz von 3 Mrd EUR und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern von rund 140 Mio EUR. Für 2009 ist mit einem Umsatzanstieg auf rund 3,3 Mrd EUR und beim EBIT mit einer deutlich überproportionalen Steigerung zu rechnen.

Damit rechnen Analysten bei der Präsentation der Halbjahreszahlen erneut. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Guidance geändert wird", sagt Pieper. Er sehe auch gute Chance für eine Bestätigung für 2009. "Damit würde Leoni einen der positivsten Ausblicke der Branche machen."

Andere sind noch optimistischer: "Wir rechnen damit, dass der Ausblick sogar noch angehoben wird" sagt LBBW-Analyst Heiko Möhringer. Er könne sich eine Änderung des Wortlautes vorstellen. Als Grund nennt Möhringer das erwartete starke Wachstum durch neue Aufträge. So beliefert der Nürnberger MDAX-Konzern künftig Modelle von BMW und Mercedes-Benz, die bislang nicht auf der Lieferliste zu finden waren.

Im vergangenen Jahr steigerte Leoni den Umsatz um 12% auf 2,367 (2,108) Mrd EUR und erzielte dabei einen Jahresüberschuss von 86,2 (79,3) Mio EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 129,6 (130,6) Mio EUR nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Webseite: http://www.leoni.com -Von Christoph Baeuchle, Dow Jones Newswires, +49 (0)711 2287 412, christoph.baeuchle@dowjones.com DJG/cba/mim

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.