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30.10.2008

AUSBLICK/MAN profitiert im 3Q vom hohen Auftragsbestand

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die MAN AG hat nach Einschätzung der Analysten getragen vom hohen Auftragsbestand im dritten Quartal zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Wermutstropfen sei allerdings der Auftragseingang, besonders in der Lkw-Sparte. Entsprechend zurückhaltend dürften bei der Quartalsvorlage am Donnerstag die Aussagen des MAN-Managements zum Geschäftsverlauf im nächsten Jahr ausfallen.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die MAN AG hat nach Einschätzung der Analysten getragen vom hohen Auftragsbestand im dritten Quartal zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Wermutstropfen sei allerdings der Auftragseingang, besonders in der Lkw-Sparte. Entsprechend zurückhaltend dürften bei der Quartalsvorlage am Donnerstag die Aussagen des MAN-Managements zum Geschäftsverlauf im nächsten Jahr ausfallen.

Aufgrund der Veräußerung der Mehrheit an der Dienstleistungssparte MAN Ferrostaal hat der DAX-Konzern die Zahlen der Vorjahresperiode angepasst. Der Unternehmensbereich wird rückwirkend zum 1. Januar 2008 als nicht fortgeführtes Geschäft verbucht.

Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten rechnen im Mittel mit einem Umsatzanstieg auf 3,600 (3,130) Mrd EUR sowie einem operativen Ergebnis von 411 (334) Mio EUR. Nach Steuern und Anteilen Dritter dürfte sich das Ergebnis auf 306 (226) Mio EUR oder 2,04 (1,30) EUR je Anteilsschein belaufen.

Beim Auftragseingang sehen die Analysten dagegen einen Einbruch um gut ein Viertel auf 3,255 (4,411) Mrd EUR. Der Zuwachs bei den Bestellungen im Bereich Turbomaschinen könne den Rückgang in der Lkw-Sparte nicht ausgleichen, schreiben die Analysten von der UniCredit. Die Lage habe sich noch einmal verschärft, nachdem auch der Markt in Osteuropa von der Finanzkrise erfasst wurde und die Kreditaufnahme auf Seite der Kunden schwieriger wird. Auch der Bereich Dieselmotoren leide unter den strikteren Kreditregeln.

Zudem bieten die Vorgaben der Wettbewerber keinen Anlass zur Hoffnung. Bei Volvo ist der europäische Ordereingang im dritten Quartal mit 115 Fahrzeugen von zuvor fast 42.000 Einheiten praktisch zum Erliegen gekommen. Nach Berechnungen der LBBW musste MAN in Westeuropa einen Orderrückgang von mehr als 50% hinnehmen. Da deutlich weniger Aufträge nachkommen, dürfte der Auftragsbestand in der Lkw-Sparte nach Ansicht der Analysten von der Deutschen Bank wohl bis zum Jahresende deutlich schrumpfen.

MAN-CEO Hakan Samuelsson hatte schon bei Veröffentlichung der Halbjahreszahlen Ende Juli gewarnt, er rechne für 2008 allenfalls mit Auftragseingängen auf den Niveau des Vorjahres oder sogar einem Rückgang im einstelligen Prozentbereich. Noch lautet die offizielle Jahresprognose, man gehe von einer "Normalisierung des Auftragseingangs" aus.

Die übrigen Punkte der Jahresprognose, eine Umsatzsteigerung um gut 10% zum Vorjahr (2007: 15,5 Mrd EUR) sowie eine Umsatzrendite von knapp 12%, wird das Unternehmen nach Einschätzung der Analysten bestätigen. Zudem hofft UniCredit-Analyst Christian Aust auf erste qualitative Aussagen zum nächsten Jahr.

Die Analysten der LBBW rechnen aufgrund der aktuell großen Unsicherheiten nicht mit einem Ausblick für 2009. Samuelsson hat mit Blick auf den Rückgang der Lkw-Nachfrage bereits Produktionsdrosselungen für das nächste Jahr angekündigt.

Webseite: http://www.man.eu/ -Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 114; dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/smh

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