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27.07.2009

AUSBLICK/Prognose steht bei Softwarekonzern SAP im Fokus

WALLDORF (Dow Jones)--Bei der Vorlage der Zweitquartalszahlen der SAP AG steht vor allem der Ausblick für das laufende Jahr im Fokus. Auf der einen Seite besteht unter Analysten Uneinigkeit darüber, ob der Softwarekonzern seine Margenprognose aufgrund der laufenden Kosteneinsparungen möglicherweise anheben wird. Auf der anderen Seite gibt es Zweifel, ob die Erwartung für die Kernerlöse aufrechterhalten werden kann. Der Hersteller von Unternehmenssoftware mit Sitz in Walldorf legt die Zahlen für die drei Monate per Ende Juni am Mittwoch vor.

WALLDORF (Dow Jones)--Bei der Vorlage der Zweitquartalszahlen der SAP AG steht vor allem der Ausblick für das laufende Jahr im Fokus. Auf der einen Seite besteht unter Analysten Uneinigkeit darüber, ob der Softwarekonzern seine Margenprognose aufgrund der laufenden Kosteneinsparungen möglicherweise anheben wird. Auf der anderen Seite gibt es Zweifel, ob die Erwartung für die Kernerlöse aufrechterhalten werden kann. Der Hersteller von Unternehmenssoftware mit Sitz in Walldorf legt die Zahlen für die drei Monate per Ende Juni am Mittwoch vor.

SAP hat seit dem Kollaps von Lehman Brothers im September 2008 mit dem gedrosselten Investitionswillen von Unternehmen zu kämpfen und als Folge dessen umfangreiche Sparmaßnahmen eingeleitet. Den größte Einschnitt stellt dabei der Abbau von rund 3.000 Stellen im laufenden Jahr dar, den sich SAP bis zu 300 Mio EUR kosten lassen wird.

Analysten hatten bereits bei Vorlage der Viert- und auch der Erstquartalszahlen die Fortschritte bei den Kosteneinsparungen positiv hervorgehoben. Ob dies SAP dazu verleiten könnte, den Margenausblick am Mittwoch anzuheben, ist unter Experten aber umstritten.

"Ich halte das für ziemlich unwahrscheinlich", sagt Michael Bahlmann von M.M. Warburg und verweist auch darauf, dass die Visibilität für SAP noch immer nicht "berauschend" sei. Die Analysten von Morgan Stanley halten es hingegen für wahrscheinlich, dass die Erwartung nach oben geschraubt wird.

Insgesamt rechnet SAP für 2009 damit, dass die Software- und softwarebezogenen Serviceumsätze, also im Wesentlichen Lizenz- und Wartungserlöse, zum Vorjahr stabil bleiben bzw. maximal um 1% sinken, während die operative Marge auf einen Wert zwischen 24,5% und 25,5% zurückgehen dürfte. Die Kosten für den Stellenabbau sind in dem Ausblick bereits enthalten, wobei der Effekt für die Marge mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben wurde.

Unabhängig von einer etwaigen Erhöhung der Margenerwartung ist für Stephan Wittwer von der Landesbank Baden-Württemberg die Annahme für die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse zu optimistisch. Eine potenzielle Revision nach unten hätte für die Aktie seiner Einschätzung nach wahrscheinlich stärkere Auswirkungen als eine Erhöhung des Margenausblicks.

SAP legt bei seinem Ausblick Non-GAAP-Zahlen zugrunde. Diese beinhalten auch bestimmte Umsätze der zugekauften Gesellschaft Business Objects, die SAP nach US-GAAP nicht in voller Höhe ausweisen darf. Daneben sind sie bereinigt um Wechselkurseinflüsse und akquisitionsbedingte Aufwendungen. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern auf dieser Basis eine operative Marge von 28,4%.

Vorstandssprecher Léo Apotheker hatte auf der Hauptversammlung im Mai gesagt, SAP erwarte bis zum Jahresende keine nennenswerte Verbesserung der allgemeinen Wirtschaftslage. Er sei fest davon überzeugt, dass Volatilität und Unsicherheit dem Konzern noch länger erhalten bleiben würden, so der Manager seinerzeit.

Einigkeit herrscht darin, dass sich wegen der Nachfrageschwäche der Einbruch im Lizenzgeschäft bei SAP im zweiten Quartal weiter verstärkt haben dürfte. So erwarten Analysten im Schnitt ein Minus von 38% verglichen zum Vorjahr, nachdem die Lizenzumsätze im Vorquartal bereits um ein Drittel zurückgegangen waren.

Einnahmen aus dem Verkauf von Lizenzen sind die wichtigste Erlöskomponenten für Softwareunternehmen, da sie sich in künftigen konstanten Wartungsumsätzen niederschlagen. Auch die Gesamterlöse sowie das operative Ergebnis dürften sich bei SAP im zweiten Quartal im Jahresvergleich rückläufig entwickelt haben.

Nachfolgend die Schätzungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten für das zweite Quartal der SAP AG (in Mio EUR, nach US-GAAP).

=== Software- und Umsatz- softw.bez. Software- operatives 2. Quartal erlöse Serviceerlöse erlöse Ergebnis MITTELWERT 2.643 1.938 556 560 Vorjahr 2.858 2.061 898 593 +/- in % -7,5 -6,0 -38,0 -5,6 MEDIAN 2.645 1.947 560 550 Maximum 2.682 1.966 600 605 Minimum 2.578 1.894 507 530 Anzahl 12 10 9 10 Ergebnis Ergebnis Dividende/ nach nach Aktie Steuern(1) Steuern(2) 2009 MITTELWERT 429 385 0,44 Vorjahr 411 408 0,50 +/- in % +4,5 -5,7 -12,0 MEDIAN 379 373 0,50 Maximum 688 431 0,52 Minimum 359 356 0,00 Anzahl 7 11 9 === Webseite: www.sap.com - Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/brb -0-

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