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27.01.2009

AUSBLICK/Telekomkonzerne 2008 wenig von Abschwung betroffen

FRANKFURT (Dow Jones)--Die aktuelle Berichtssaison dürfte im Falle der europäischen Telekomkonzerne wenige Überraschungen bereithalten, weil die meisten der Unternehmen die Investoren bereits mit Prognosen oder Vorabzahlen informiert haben. Ganz allgemein zeigt sich dabei, dass die Telekomunternehmen von der Finanzmarkt- und jetzt auch Wirtschaftskrise weitgehend verschont geblieben sind.

FRANKFURT (Dow Jones)--Die aktuelle Berichtssaison dürfte im Falle der europäischen Telekomkonzerne wenige Überraschungen bereithalten, weil die meisten der Unternehmen die Investoren bereits mit Prognosen oder Vorabzahlen informiert haben. Ganz allgemein zeigt sich dabei, dass die Telekomunternehmen von der Finanzmarkt- und jetzt auch Wirtschaftskrise weitgehend verschont geblieben sind.

Aber ganz immun gegen die Konjunktureintrübung dürften auch die Telekomanbieter nicht bleiben. Verbraucher werden angesichts der Krise sparsamer, und in den einst rasch wachsenden Schwellenländern entwickelt sich das Geschäft weniger dynamisch als bisher. Die Ausblicke der Telekomkonzerne dürften entsprechend vorsichtig gehalten sein, möglicherweise wird auch hier oder da ein Kosteneinsparprogramm aufgelegt werden.

Beim Mobilfunkkonzern Vodafone Group plc mit seiner weltweiten Präsenz dürfte zwar die Konjunkturkrise im dritten Geschäftsquartal per Ende Dezember ihren Tribut gefordert haben. Der fallende Devisenkurs des britischen Pfunds dürfte aber die großenteils im Ausland erzielten Erlöse bei Umrechnung in die Heimatwährung aufpeppen. Etwa 90% des EBITDA erzielt Vodafone im Ausland. Dies dürfte es dem Konzern auch erlauben, seine Prognose für das im März endende Geschäftsjahr zu bestätigen. Vodafone legt ihre Zahlen am 3. Februar vor.

Die BT Group plc wird am 12. Februar wohl über einen 5-prozentigen Anstieg des EBITDA berichten, ohne Berücksichtigung ihrer Sparte Global Services. Auf Konzernebene dürften Preiserhöhungen die Schwäche des Geschäfts bei Global Services ausgeglichen haben. Wegen der schwachen Entwicklung in der weltweit tätigen Service-Sparte hatte das in London ansässige Unternehmen im November angekündigt, im Dienstleistungssegment bis zu 10.000 Stellen streichen zu wollen. Der Bereich dürfte die Gewinne noch bis 2010 belasten.

Die Telefonica SA wird am 26. Februar nach Einschätzung von Analysten darlegen, ihr Ziel erreicht zu haben, den Umsatz 2008 um 6% bis 8% zu steigern. Das immer noch wachsende Lateinamerika-Geschäft dürfte dabei eine Schwäche im spanischen Mobilfunk- und Internetgeschäft ausgeglichen haben.

Die Telecom Italia SpA informiert am 27. Februar über ihre Geschäftszahlen, und auch hier erwarten Analysten ein Erreichen der Unternehmensprognosen. Der heimische Markt dürfte die Wechselkurseffekte eines schwachen brasilianischen Real im Auslandsgeschäft ausgeglichen haben. Im Blick stehen vor allem die hohe Verschuldung des Konzerns und Fortschritte bei der Umsetzung der Sparmaßnahmen. Investoren warten auch auf Nachrichten zum Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmensteilen, inklusive des deutschen Breitbandanbieters Hansenet.

Die France Telecom SA dürfte am 4. März über eine stabile Entwicklung der EBITDA-Marge berichten. Analysten rechnen damit, dass der Konzern sein Ziel eines Cash-Flow von 7,8 Mrd EUR erreicht hat. France Telecom hatte bereits berichtet, dass sich der französische Mobilfunkmarkt im vierten Quartal nicht deutlich abgeschwächt hat. Möglich halten Beobachter jedoch, dass sich der Konzern wegen der schwachen Konjunktur vorsichtig zu den Geschäftsaussichten im laufenden Jahr äußern wird.

-Von Kathy Sandler, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/jhe/bam

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