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28.11.2008

AUSBLICK/ThyssenKrupp zieht Bilanz vom vorerst letzten Boomjahr

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die ThyssenKrupp AG wird am Freitag die Zahlen für ein insgesamt erneut hervorragendes Geschäftsjahr vorlegen. Doch die Bilanzvorlage in Essen dürfte für den Vorstandsvorsitzenden Ekkehard Schulz trotzdem alles andere als einfach werden. Denn die Periode 2007/08 könnte für den DAX-Konzern das vorerst letzte Boomjahr gewesen sein. Seit dem Start in das neue Geschäftsjahr am 1. Oktober haben sich die Rahmenbedingungen für die meisten Konzernaktivitäten deutlich verschlechtert - vor allem natürlich im so wichtigen Stahlgeschäft.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die ThyssenKrupp AG wird am Freitag die Zahlen für ein insgesamt erneut hervorragendes Geschäftsjahr vorlegen. Doch die Bilanzvorlage in Essen dürfte für den Vorstandsvorsitzenden Ekkehard Schulz trotzdem alles andere als einfach werden. Denn die Periode 2007/08 könnte für den DAX-Konzern das vorerst letzte Boomjahr gewesen sein. Seit dem Start in das neue Geschäftsjahr am 1. Oktober haben sich die Rahmenbedingungen für die meisten Konzernaktivitäten deutlich verschlechtert - vor allem natürlich im so wichtigen Stahlgeschäft.

Im Blickpunkt der Bilanzvorlage steht zunächst einmal der Ausblick des Konzerns, wie stark der Gewinn im laufenden Geschäftsjahr wohl einbrechen wird. Erste Produktionskürzungen in den Stahlsegmenten wurden schon bestätigt. In den vergangenen Tagen hatte es außerdem bereits Presseberichte über ein neues Sparprogramm gegeben. Angeblich sollen die Kosten um 1 Mrd EUR pro Jahr gesenkt werden.

Einige Analysten halten es aber schon jetzt für angebracht, auch die Mittelfrist-Ziele des Konzerns noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Mittelfristig will ThyssenKrupp einen Umsatz von 60 Mrd EUR und ein Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten von 4 Mrd EUR erzielen. Längerfristig sollen die Erlöse sogar bei 65 Mrd EUR und das nachhaltige Ergebnis bei 4,5 Mrd bis 5,0 Mrd EUR liegen.

Soweit war der in Duisburg und Essen ansässige Industriekonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr noch längst nicht. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten gehen im Schnitt davon aus, dass der Umsatz 2007/08 leicht um etwa 1% auf 53,40 Mrd EUR gestiegen ist. Das Ergebnis ist dagegen von Sondereffekten gedrückt worden - vor allem von Vorlaufkosten für die neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA. Hinzu kommen Restrukturierungskosten im Steel-Segment und Preisbelastungen im Edelstahl-Geschäft.

Die Analysten prognostizieren im Schnitt ein Vorsteuer-Ergebnis von 3,09 Mrd EUR sowie ein um Sondereffekte bereinigtes Niveau von 3,45 Mrd EUR. Im Vorjahr hatte ThyssenKrupp einen Gewinn vor Steuern von 3,33 Mrd EUR erzielt, um eine Kartellstrafe im Aufzugsgeschäft bereinigt sogar von 3,80 Mrd EUR.

Auch beim Nettoergebnis sollten sich die Sondereffekte bemerkbar machen. Erwartet wird im Schnitt ein Überschuss von 2,08 Mrd EUR - und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 2,19 Mrd EUR. Spannend dürfte die Frage sein, ob ThyssenKrupp dennoch an ihrer bisherigen Dividendenpolitik festhält. In den vergangenen Jahren konnten sich die Aktionäre regelmäßig über eine Anhebung der Ausschüttung freuen. Für 2006/07 hatte ThyssenKrupp zuletzt 1,30 EUR je Aktie bezahlt.

Webseite: http://www.thyssenkrupp.de - Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/kla

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