Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.02.1976

"Auskunftbereit sein ist alles"

Kein EDV-Vertriebsrepresentant, der nicht davon träumt, auf Firmen zu stoßen, bei denen der "organisatorische Notstand" herrscht: Klein- und Mittelbetriebe, die so schnell expandieren,

daß das Betriebsgeschehen mit konventionellen Mitteln nicht mehr transparent gemacht werden kann. Dann wird Alarm geschlagen: "Eine EDV-Anlage muß her" - genauso geschehen bei der Firma Wörl-Alarm, Stockdorf bei München, einem führenden Hersteller von Alarmanlagen.

STOCKDORF - Seit dem 1. 9. 1975 ist das Unternehmen Benutzer des vor Jahresfrist angekündigten Systems 8200 von NCR (Werbeslogan: "Das Niedrig-Preis-System für den 100-Mann-Betrieb") - Pilotanwender übrigens.

EDV-Leiter Gerhard Schmid schildert, wie bei der Systemauswahl vorgegangen wurde: "Wir sind mit, einem Anforderungskatalog an die Hersteller IBM, Nixdorf, Kienzle, Singer, Burroughs und NCR herangegangen und haben nach und nach die für uns passende Anlage herausgefiltert."

Ein Kriterium hatte allerdings erste Priorität. Schmid: "Das System sollte Online-Datenverarbeitung per Bildschirm ermöglichen." Er sagt auch, warum: " Auskunftbereit sein, ist alles." Und weiter: "Waren wir noch vor zwei Jahren in Deutschland fast ohne ernsthafte Mitbewerber, so hat sich das inzwischen schlagartig geändert." Die steigende Nachfrage nach jedwedem Gerät zur Sicherung gegen Diebstahl, Einbruch und Überfall habe dazu geführt, daß viele Firmen auf diesen Markt drängten und der Konkurrenzkampf auf dem Alarmanlagen-Sektor "existenzbedrohend" geworden sei. Deshalb ist es - so der EDV-Chef - heute unerläßlich, telefonische Anfragen von Kunden und Interessenten, ob und wann ein Artikel lieferbar ist, sofort beantworten zu können. (Schmid: "Damit der Kunde sich sicher fühlt und dadurch an uns gebunden wird.:)

Bildschirm-Aktualität

Wenn heute eine telefonische Anfrage kommt, "saust" der Sachbearbeiter, der für den betreffenden Kunden zuständig ist, an den Bildschirm und ruft den gewünschten Artikel auf. Dann dauert es im Durchschnitt nur 30 Sekunden, bis dem Anrufer ein definitiver Bescheid über die WörI-Liefermöglichkeiten gegeben werden kann.

Installiert ist bei dem 270-Mann-Betrieb eine NCR 8200 mit der Konfiguration: Zentraleinheit mit 48 KB-Hauptspeicher, zwei Laufwerke mit je zwei 4,9 MB-Platten (eine Fest- und eine Wechselplatte), ein Schnelldrucker (12 000 Zeilen/Stunde) sowie drei Bildschirmgeräte, die über Im-Haus-Leitungen mit dem System verbunden sind.

TCOS und eine Datenbank

Die Anlage wurde im Finanzierungskauf erworben (Laufzeit fünf Jahre); die Kaufrate beträgt 4800 Mark, die Wartungskosten 1100 Mark monatlich. Neben der Dialogfähigkeit war für, Schmid ein wichtiges Entscheidungskriterium, welche Software vom Hersteller bereitgestellt werden konnte. NCR bot zusätzlich zur Hardware ein komplettes System an, das aus drei Komponenten besteht: einem Dateiverwaltungssystem, dem Terminal-Controll-System TCOS und dem Anwendungspaket "Kommerz", das die Auftragsabwicklung bis zur Fakturierung sowie die Lagerbestandsführung übernimmt und insgesamt etwa 100 Module umfaßt.

Die Firma Wörl setzt derzeit 60 "Kommerz-Bausteine" ein. Sämtliche Programme laufen als Century 75-Silmulation, so daß Kompatibilität zu NCR's Großsystemen gewährleistet ist.

Schmid: "Das Unternehmen wächst und wir wollen keine 'Aufsteigerprobleme' haben."