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27.04.2006

Auslagern oder selbst betreiben?

Rheinmetall lagert den Personalbereich aus, Bayer baut ihn zum Shared Service Center um. In beiden Fällen mischt IBM mit.

Die Rheinmetall AG, Düsseldorf, hat ihren IT-Dienstleistungsvertrag mit IBM um Auslagerungsdienste für Geschäftsprozesse erweitert. Das Abkommen hat ein Volumen von 13 Millionen Euro und eine Laufzeit von sieben Jahren. Es umfasst das Outsourcing der Lohn- und Gehaltsabrechnung von Rheinmetall Defence sowie Dienstleistungen für die betriebliche Altersversorgung der Rheinmetall-Gruppe. Die Übergabe soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Der Deal ist beispielhaft für das Geschäftsmodell der Outsourcer, mit einem ersten Vertrag einen Fuß in die Tür des Kunden zu bekommen und in der Folge das Geschäftsvolumen auszuweiten. Die Abwicklung des nun abgeschlossenen Auslagerungsprojekts übernimmt die IBM Mittelstand Systeme GmbH (IMS), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der IBM Central Holding GmbH, deren Wurzeln auf die Rheinmetall Informations Systeme (RIS) zurückgehen. Im Frühjahr 2003 hatte IBM die RIS übernommen, verknüpft mit einem IT-Outsourcing-Auftrag des Rüstungskonzerns. Die RIS wurde in der Folge zur Mittelstandorganisation der IBM ausgebaut. Sie betreibt für Rheinmetall künftig neben der kompletten IT auch wesentliche Prozesse der Personalabteilung. Die Vereinbarung soll dem Unternehmen Kosten sparen und zur weiteren Konzentration auf das Kerngeschäft verhelfen.

Weltweit drei Zentralen

Dagegen hat sich der Chemie- und Pharmakonzern Bayer gegen die Auslagerung des Personalbereichs entschieden. Mit Hilfe der Management-Berater von IBM sollen die Prozesse der HR-Abteilung (Human Resources) standardisiert und vereinfacht werden, um die Betreuung von weltweit 93 000 Mitarbeiter im Konzern zu verbessern. Das neue HR-Funktionsmodell wird demnach auf vier Säulen stehen:

• HR-Business-Partner beraten die Geschäftsführer des Konzerns;

• HR-Experten entwickeln HR-Regelwerke und Werkzeuge;

• HR-Self-Services bieten Mitarbeitern Informationen;

• Shared Service Center beraten in allen HR-relevanten Fragen.

Insgesamt werden drei regionale Shared Service Center in Europa, Amerika und Asien von der Bayer Gruppe selbst betrieben. Sie bündeln die bislang im Unternehmen verteilten HR-Aufgaben. "Wir müssen nicht nur in den operativen Bereichen schlagkräftig agieren, sondern auch in unseren administrativen Funktionen und Prozessen wettbewerbsfähig sein und diese den weltweiten Anforderungen anpassen. Das gilt auch für die Funktion Human Resources", sagte Richard Pott, im Vorstand der Bayer AG zuständig für Strategie und Personal. (jha)