Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.11.1984 - 

Abrundung mit DECmate und Professional 380:

Ausleger in Richtung Sekretärin und Ingenieur

KÖLN (pi) - Wieder gute Gewinne im ersten Quartal des Geschäftsjahres 1984/85 polstern die neuen Produkte der Digtal Equipment ab, die auf der Orgatechnik vorgestellt wurden: DECmate III, ein auf Text spezialisiertes Mikropaket für rund 10 000 Mark und der Professional 380, eine Schreibtischversion der PDP-11/70 für 40 000 Mark. Lieferbar sind beide Systeme.

Das "atypische" Gewinntief des ersten Quartals des vorigen Geschäftsjahres 83/84 lag bei nur 15 Millionen Dollar im Vergleich zu 56 Millionen 82/83. Die Umsätze hatten gelautet: 1,1 Milliarden 1983 zu 927 Millionen 1982 im entsprechenden Zeitraum. Für das erste Quartal 84/85 nun hat sich "ein guter Sprung" ergeben: Der Gewinn kletterte von den 15 Millionen 83/84 auf 144 Millionen, der Umsatz von 1,1 auf 1,5 Milliarden. Die Anzahl der Beschäftigten weltweit stieg von 86 000 auf 87 000.

Direkt auf den sogenannten "Sekretärinnen Computer" von Wang, der sich auch im Preissegment um die 10 000 Markt bewegt, sowie entsprechende IBM-PC-Varianten zielt die erstmals gezeigte DECmate III. Zur Softwareausstattung des Kleinen (so lang und so breit wie ein Lineal aber nur halb so hoch) gehören Dokumenten- und Listenverarbeitung, Sortiervorgänge und Taschenrechnerfunktionen. Unter der Bürosoftware "Alles-in-1" sollen ferner Telex, Teletex und Elektronische Post laufen. Mehrere DECmates können denselben Drucker ansteuern, zum Beispiel die beiden neuen Korrespondenzdrucker LQP03 und LQP25. Ein Lernprogramm komplettiert das TV-Einsteigermodell.

Als dreimal so schnell, doppelt so ausbaufähig und mit erheblich höher auflösendem Bildschirm wie das Vorgängergerät 350 präsentierte sich der Professional 380, eine "persönliche PDP-11".

Als Anwendungen sehen die Mini-Experten für die PDP-11/70-Kompaktversion auch Simulationsprogramme und zweidimensionale Grafik. Diese CAD/CAM-Workstation ist Digital zufolge voll kompatibel zur 350 sowie lokal voll anschließbar an Ethernet sowie DECnet, ferner als Knotenrechner einsetzbar. Mit der Hardware wurde gleichzeitig die verbesserte Version des Betriebssystems P/OS (V2.0) angekündigt.

Auch im Bürobereich sei der Professional 380 als dezentrale Arbeitsstation unter "Alles-in-1" lauffähig.

Abgesehen von P/OS könnten auch andere Betriebssysteme auf Professional-300-Systemen eingesetzt werden, darunter RT11, PRO/Venix (VentureCom) und CTS-300 von DEC, aber auch die Betriebssysteme Idris (Whitesmith) und Mumps (Socio-Medics).

Neue Anwendungssoftware für den Professional 380 ist:

- Synergy, die erste von DEC selbstentwickelte Software, die Window-Technik verwendet.

- Pro/Sight, ein objektorientierter Grafikeditor, der das "Malen am Bildschirm" erleichtert. Als Eingabemedium steht wahlweise die Tastatur, eine Maus oder ein Zeichentablett zur Verfügung. ADR/Data ein Softwarepaket für die Dateiverwaltung, das in Verbindung mit dem bewährten Tabellenkalkulationsprogramm Supercom 20 eingesetzt werden kann;

- Pro/Datatrieve, die Datenverwaltungssoftware, die auch auf PDP-11 und VAX-Systemen eingesetzt wird Mit P/OS in der Version 2.0 kann der Professional-380-Benutzer auch auf Daten zugreifen, die in einem verteilten Netz gespeichert sind.