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30.09.1983 - 

"Fall Osborne" symptomatisch für die Marktsituation:

Ausleseprozeß ist unwermeidlich

NEW YORK (VWD) - Die Liquiditätsschwierigkeiten der Osborne Computer Corp. demonstrieren nicht nur die ernsten Risiken kleiner Unternehmen, in diesem hochtechnisierten Gebiet mit der Konkurrenz

Schritt zu halten. Industrie analytiker vermuten hier auch den Beginn eines umfangreicheren Ausleseprozesses in der amerikanischen Computerindustrie.

In den letzten Monaten mußten viele Unternehmen Fehlschläge hinnehmen. Branchenkenner weisen darauf hin, die Schwierigkeiten Osbornes seien nicht Ausdruck eines sich abschwächenden Marktes, sondern spiegelten vielmehr die Schwäche der Gesellschaft in diesem Bereich.

Auch John Sculley, Präsident der Apple Computer Inc., stimmt mit der Ansicht dieser Insider überein, daß trotz der Expansion des Marktes ein Ausleseprozeß in der Computerbranche bevorstehe. Die Sättigung sei noch sehr gering. Erst sieben Prozent der Bevölkerung benutzten zu Hause oder im Büro einen Computer.

Auch einige andere Unternehmen mußten inzwischen zugeben, den Markt falsch eingeschätzt zu haben. Betroffen sind unter anderem die Texas Instruments Inc., die Atari Inc. und die Mattel Inc.

Die Preisgrenze dürfte bei 1000 Dollar liegen. Schätzungen des texanischen Marktforschungsinstituts Future Computing zufolge wird dieses Jahr die Zahl der ausgelieferten Computer auf rund fünf Millionen ansteigen und einen Gesamtwert von zwei Milliarden Dollar erreichen gegenüber 2,5 Millionen Einheiten und eine Milliarde Dollar 1982. Die Marktforscher der Yankee Group in Boston rechnen im Büroautomatisierungssektor 1983 mit rund 2,3 Millionen Geräten, darunter 509 000 tragbare Einheiten im Wert von 7,8 Milliarden Dollar. Die Vergleichswerte vom letzten Jahr beliefen sich auf 1,2 Millionen Einheiten und vier Milliarden Dollar.