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15.02.2005

Aussichten für IT-Profis bessern sich

Der Aufwärtstrend auf dem IT-Arbeitsmarkt, der sich in den vergangenen Monaten abzeichnete, hält an.

Die jüngste Adecco-Auswertung der IT-Jobangebote in 40 Tageszeitungen und der computerwoche ergab, dass die Zahl der freien IT-Stellen im ersten Monat dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr um gute 50 Prozent gestiegen ist. Laut Analyse von Adecco erschienen im Januar 1728 IT-Stellenangebote, im Jahr davor waren es 1131.

Mit 482 Angeboten kommen nach wie vor die meisten Offerten aus Beratungs- und Softwarehäusern, die mit über 100 Prozent auch für den stärksten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr sorgten. In den vergangenen Monaten hatte dieses Plus jeweils um die 30 Prozent betragen. Fast die ganze Dienstleistungsbranche, allen voran die Werbeagenturen, Marktforschungsinstitute und Wirtschaftsberatungen, hat im zweistelligen Prozentbereich mehr Jobs ausgeschrieben als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Entwickler im Aufwind

Mehr IT-Posten besetzen laut Adecco auch die Maschinen- und Fahrzeugbauer, die Verlage, der öffentliche Dienst und die Finanzdienstleister. Überraschend zurückgegangen ist die Zahl der IT-Jobs in der Telekommunikationsindustrie, nachdem auch hier in den letzten Wochen eine aufsteigende Tendenz zu beobachten gewesen war.

Nach Tätigkeiten gerechnet, entfiel der stärkste Zuwachs auf Organisation und Koordination sowie firmeninterne Berater. Diese Bereiche legten um 80 Prozent auf 182 freie Stellen zu. Ebenfalls im Aufwind befinden sich die Anwendungsentwickler. 361 Stellen waren für diese Berufsgruppe ausgeschrieben, was einem Plus von immerhin 60 Prozent entspricht. Stärker gesucht als im Vorjahr sind auch Verkäufer, Datenbank- sowie Systemspezialisten.

Die größte Gruppe der Arbeitgeber erwartet von ihren künftigen Mitarbeitern ein Informatikstudium. In etwa einem Drittel der Jobofferten wird dieser Abschluss gewünscht, gefolgt vom Ingenieurdiplom, das in 27 Prozent der Angebote verlangt wird. Stark im Kommen sind die Wirtschaftsinformatiker. Auffällig ist auch, dass sich die Berufe weiter akademisieren, dass also die Firmen zunehmend ein Hochschulstudium vom Bewerber erwarten. 84 Prozent der Betriebe wollen im Zeugnis diesen Abschluss sehen, voriges Jahr waren es 81 Prozent.

Viele Chancen in Süddeutschland

Einen Platztausch hat es bei der regionalen Verteilung der Offerten gegeben. Nachdem im vorigen Jahr Nordrhein-Westfalen die Liste der Bundesländer mit den meisten IT-Jobs anführte, übernehmen nun Baden-Württemberg und Bayern den vordersten Platz mit je 270 Inseraten, Nordrhein-Westfalen folgt mit 252 IT-Stellen. (hk)