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Ergonomie/Kommentar


09.01.1998 - 

Aussitzen im Freizeitpark

Die meisten Fehltage in deutschen Unternehmen sind Folgen von Muskel- und Skeletterkrankungen. Solange nicht der Beweis erbracht ist, daß diese Leiden beispielsweise auf falsche Ruhepositionen im Freizeitpark Deutschland zurückgehen, darf man die bisherigen Ergebnisse verschiedener Untersuchungen als zutreffend annehmen: Unergonomische Arbeitsplätze gehen auf die Knochen.

Wer meint, das sei eine Frage der Stühle und der Sitzhaltung, liegt falsch. Auch die Arbeitswerkzeuge, Computerprogramme beispielsweise, die durch ungeeignete Gestaltung und Bedienungsabläufe zu Benutzungsfehlern und Streß führen, sind Krankheitsverursacher. Sie rufen nervöse Beschwerden und Herz-Kreislauf-Probleme hervor. Dasselbe trifft auf Belastungen der Angestellten durch unklar organisierte Abläufe in ihrem Arbeitsumfeld zu.

All diese Beschwerden treten nach einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aus dem letzten Jahr besonders an jenen Arbeitsplätzen auf, die ohnehin nicht gerade zu den angenehmen zählen: Wer unter Zeitdruck steht, zuviel Arbeit aufgebürdet bekommt, wenig Erholungspausen hat oder immer "nach Schema F" arbeitet, wird schneller und öfter krank. Die tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeitswelt der modernen Gesellschaft zeigen sich auch an den Krankheitsbildern.

Die meisten Firmen unterlaufen einschlägige Gesetze. Sie schaden dadurch außer ihren Beschäftigten auch sich selbst: Malade Mitarbeiter kosten nicht nur die Krankenversicherungen Geld, sondern vor allem die Unternehmen. Wer Ergonomie nicht als Möglichkeit zur Reduzierung von Kosten erkennt und entsprechend handelt, sollte besser auch nicht über mangelnde Leistungsbereitschaft und Krankfeierei schwadronieren oder über Lohnkosten und Standortnachteile lamentieren.ls