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Lob für die Besucherqualität, Tadel für die Organisation:


19.06.1987 - 

Aussteller sind zufrieden mit CAT '87

MÜNCHEN (cp) - Ein voller Erfolg war die Stuttgarter CAD/CAM-Fachmesse CAT '87. Stolze Zahlen konnte die Messegesellschaft im dritten Veranstaltungsjahr präsentieren: 70 Prozent mehr Aussteller und 50 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr. Voll des Lobes waren die von der COMPUTERWOCHE befragten Aussteller auch über die Qualität der rund 18 000 registrierten Besucher. Zu beklagen gab es jedoch organisatorische Schwachstellen, die zum Teil von baulichen Maßnahmen herrührten sowie horrende Standmieten.

Fast die Hälfte der Fachbesucher sei aus den Bereichen technische Leitung, Planung und Konstruktion sowie Produktions-Management gekommen, hieß es in einer Pressemitteilung der Messegesellschaft. Rund 45 Prozent des Publikums reisten aus Baden-Württemberg, der Rest aus anderen Bundesländern und dem benachbarten Ausland an. Weiter teilte der Veranstalter mit, daß 84 Prozent der Aussteller bereits für eine Beteiligung bei der CAT '88 (17. bis 20. Mai 1988) optiert hätten. Abstriche mußte die Messegesellschaft beim Anwenderkongreß machen: Mit rund 500 Teilnehmern war er um knapp 30 Prozent schwächer besucht als im Vorjahr. Der Pressesprecher der Messe-GmbH, Jörg Tisken, führt dies auf eine allgemeine Kongreßmüdigkeit zurück.

Hohe Konzentration von CAD/CAM-Anbietern

Abgesehen von Kritik an zu knappen Aufbauzeiten (bedingt durch die Feiertage und Baumaßnahmen), verstopften Anfahrtswegen (wahrscheinlich ausgelöst durch die hohe

Besucherzahl) und überdurchschnittlich hohen Preisen für die Standmiete kann man die Resonanz der Aussteller als euphorisch bezeichnen. Noch auf keiner Messe habe er bisher eine so hohe Konzentration von CAD/CAM-Anbietern gesehen wie jetzt in Stuttgart, konstatierte beispielsweise Uwe Samel, Pressesprecher bei Rotring Eurocad in Hamburg. Das Verhältnis Qualität zu Masse sei hervorragend gewesen, wodurch mehr Zeit für den einzelnen Besucher übrig war. In Sachen Organisation müsse die Messeleitung jedoch noch viel lernen.

Finanzieller Aufwand mit Industrie-Messe vergleichbar

Wenig beeindruckt von Zuwachsraten gab sich Helmut Krings, Geschäftsführer der Sun Microsystems in München. Die CAT sei von der Besucherzahl her immer noch nicht berauschend und habe nach wie vor stark regionalen Charakter, jedoch habe es auch bei Sun hochwertige Fachgespräche gegeben. Die Kosten seien gemessen an dem, was man als Aussteller erreiche, zu hoch und nur mit Unterausstellern tragbar. Vom finanziellen Aufwand her müsse die CAT mit der Hannover-Messe verglichen werden.

Kaum Laufkundschaft und Tütenträger

Als regionale Veranstaltung mit überregionaler Ausstrahlung bezeichnete der Pressesprecher von Computervision, Wolfgang Jahn, die CAT. Ein Plus gegenüber den Hannover-Messen ist laut Jahn die klare Zielgruppenausrichtung, die zu konkreten Gesprächen geführt habe. Der Veranstaltungsort sei gut gewählt, das Produktangebot werde für die Zielgruppe der mittelständischen Fertigungsindustrie mit den sinkenden Preisen und zunehmenden PC-Lösungen immer interessanter. Ein Manko sei im vergangenen Jahr die ungehinderte Sonneneinstrahlung in Halle 7 gewesen, die dazu geführt habe, daß auf den Bildschirmen kaum etwas erkennbar gewesen sei. Die Messeleitung zog sich nach den Beschwerden der davon Betroffenen dadurch aus der Affäre, daß sie in diesem Jahr kurzerhand andere Aussteller in diese Halle verlegte.

Eine sehr positive Resonanz gab es auch bei den 14 Partnern von Hewlett-Packard, für deren Betreuung der HP-Mitarbeiter Manfred Buddrus zuständig war. Die Anzahl und Qualität der Interessenten sei sehr hoch gewesen und verglichen mit der (Hannover-)Industrie-Messe um Faktoren besser. Wie einige andere Firmensprecher begrüßte auch Buddrus, daß es kaum Laufkundschaft und "Tütenträger" gegeben hat.

Überrascht hat den Marktführer im technisch-wissenschaftlichen Bereich, die Digital Equipment GmbH, das gute Ergebnis der CAT. Dazu Klaus Behrendt, Marketingmanager Maschinenbau-Industrie Deutschland: "Wir fanden das qualifizierte Fachpublikum, das wir uns gewünscht hatten und das nach allen C-Techniken gefragt hat." Das gesamte Spektrum an Anbietern sei ausgewogen vertreten gewesen und habe dieses Marktsegment realitätsnah repräsentiert. Von den Kunden, die DEC besuchten, stammten 80 Prozent aus Baden-Württemberg. Für Behrendt ist zwar auch die CAT nicht mehr als eine regionale Messe mit überregionaler Ausstrahlung, aber dennoch sehr wichtig. Die meisten Besucher aus dem Ausland werden wohl Schweizer gewesen sein, vermutete er.

Das neue Produkt "Tangentshare" der Tangent Technologie in Norcross/Georgia soll jetzt PC-Anwendern den Zugriff auf Macintosh-Dateien erlauben. Tangentshare besteht aus dem PC Macbridge ATB, einer einsteckbaren Appletalk-Karte und der AFP-Software für den PC. Sobald die Software installiert ist, kann der PC über den AFP-Fileserver des Appletalk-Netzes sowohl auf Macintosh- als auch auf PC-Dateien zugreifen. Tangentshare ist für 350 Dollar erhältlich.