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11.03.1977 - 

Zugangskontrollen im RZ

Ausweiskaten nur bedingt sicher

Stolz freute sich der Autor eines dem Thema Fälschungssicherheit von codierten Magnetkarten gewidmeten Beitrages (im Sicherheitsberater, aus dem Handelsblatt-Verlag veröffentlicht "mit einem Aufwand von 12 Mark und 8 Minuten" eine codierte Magnetkarte erfolgreich gefälscht zu haben. Daß sich da die Frage erhebt, ob solche Zugangskontroll-Systeme ihr Geld wert sind, ist nur logisch. Denn ein guter alter Schließzylinder erreicht hier im Einzelfall ein "Preis-Lelstungs-Verhältnis'' das ein Magnetkarten-System nie bringt.

Bei der "unsichtbar codierten Kate, die als Sandwich aufgebaut ist wird das Fälschungsrisiko kritisch weil nicht nur die sogenannten unsichtbaren Punkte sondern auch ohne die geringste Schwierigkeit die Plus-/Minus-Orientierung der Pole dieser Magnetpunkte sichtbar gemacht werden können. Der Sicherheitsberater kritisierte denn auch, daß einige Magnetkarten-Vertreiber mit dem "verlockenden Hinweis von

Unnachahmbarkeit und Fälschungssicherheit" eine irrige Einschätzung über die Sicherheit dieser Systeme verursachen. IBM hat sich deshalb beispielsweise für sein System CAS Maßnahmen einfallen lassen: Um zu verhindern, daß Magnetstreifen auf den Ausweisen ge(...)lscht werden, verbleiben diese Ausweise beim Pförtner, der sie zu Arbeitsbeginn an die Mitarbeiter ausgibt. Neben dem Ausweisleser muß eine Tastatur mit einer Kennziffer bedient werden, und das gesamte System registriert alle "mit Ausweis in Sicherheitszonen eines Unternehmens anwesenden Personen". Dadurch wird verhindert, daß mit demselben Ausweis oder einem Duplikat Zone oder Gebäude zum zweiten Male betreten werden können.

Ausweiskarten, auf denen der Magnetstreifen in Form eines Magnetbandes aufgebracht ist, sind etwas schwieriger zu fälschen; meist können diese Karten auch mit einem mitgelieferten Codiergerät im Unternehmen selbst mit dem Code versehen werden. Dadurch entsteht allerdings Die Gefahr, daß das echte Codiergerät zur Fälschung genutzt wird.

Sehr weit verbreitet sind Plastik-Ausweise mit deutlich sichtbar angebrachten Lochungen: Sicherheit bieten solche Ausweise allerdings nicht. Bei den elektronischen Ausweisen, die Schwingspulen und Kondensatoren enthalten, lassen sich Sender und Karte ausmessen. Danach ist es ohne weiteren großen Aufwand möglich, den Schwingkreis zu simulieren, auf dessen Frequenz das Kontrollsystem arbeitet

Für die elektronische Auswertung sind auch Karten entwickelt worden, bei denen unter einer lichtundurchlässigen Schicht Metallplättchen als elektrische Widerstände einlaminiert wurden. Doch auch hier läßt sich die Lage der Plättchen mit geeigneter technischer Apparatur nachzeichnen.

Ein ziemlich neues und insofern nicht zu wertendes Feld stellen die

"optischen Verfahren" dar. Ein Beispiel ist die Infrarot-Codierung. Dann

gibt es Ausweissysteme, bei denen Helligkeitsunterschiede der Karte ausgemessen werden und als Schlüssel dienen. Während die Infrarotcodierung bisher nur gefälschte von echten Infrarot-Karten herausfischt, lassen sich mit dem zweiten System auch eine Online-Auswertung und Protokollierung der Zutrittsversuche organisieren. Über die Fälschungssicherheit dieser Karte läßt sich bisher aber auch noch nichts sagen. ee