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12.01.1990 - 

Forderung nach Grafik-lnterface entgegengekommen

Autocad läuft jetzt unter dem Presentation Manager

MENLO PARK (IDG) - Das US-Unternehmen Autodesc Inc. hat eine auf das Betriebssystem OS/2 und den Presentation Manager abgestimmte Version von Autocad angekündigt. Experten befürchten Durchsatzverluste.

Insgesamt plant das Unternehmen drei neue Varianten des marktführenden Konstruktionspaketes: Eine Version für OS/2 und die IBM-Benutzeroberfläche Presentation Manager, ein auf den Prozessor 80386 abgestimmtes Release und schließlich eine Version zum Einsatz auf der DEC-Station 3100 unter X Window. Alle drei Pakete sind Implementationen der Autocad-Version 10.0.

Autocad für den Prozessor 80386 von Intel ist speziell auf diese CPU und ein erweitertes DOS zugeschnitten. Die Version für OS/2 umfaßt erstmals das Entwicklungssystem ADS (Autocad Development System), das nach Angaben eines Sprechers eventuell zum Standard bei allen Autocad-Versionen erhoben werden soll. ADS würde Third-Party-Unternehmen und Systementwicklern dabei helfen, Programmiersprachen wie C, Fortran oder Pascal besser in ihre Arbeit mit Autocad zu integrieren.

Autocad 10 für OS/2 läuft unter den Versionen 1.1 und 1.2. Dateien, deren Namen länger als acht Ziffern sind, werden jedoch nicht unterstützt. Das Paket arbeitet mit DDE (Dynamic Data Exchange) und kann auf diese Weise Daten aus einem Kalkulationsprogramm wie Excel übernehmen und verwerten. Außerdem lassen sich Excel und Autocad so koppeln, daß eine Veränderung der Zahlenwerte in Excel eine simultane Änderung einer entsprechenden Autocad-Konstruktion bewirkt.

Gerüchte in der Branche, daß Autodesk seinen Bestseller auf X Window portiert hätte, um die Software in Zukunft ausschließlich unter diesem Interface zu verkaufen, wies ein Autodesk-Sprecher zurück. Nicht alle Versionen des kommenden Release 11 würden unter dieser Benutzeroberfläche laufen. Die Version 10 von Autocad sei sicherlich nicht die letzte unter MS-DOS. Die Anwender würden jedoch großen Wert auf eine transparente Bedienerführung legen und deshalb müsse sich Autodesk in dieser Richtung engagieren. In diesem Sinne würde das Unternehmen auch einen Blick in Richtung Open Look und Motif werfen.

Experten befürchten, daß Autocad unter einer grafischen Benutzerführung in Verbindung mit einem erweiterten DOS weniger Durchsatz bietet als ohne das komfortable Interface. "Wenn man mit einer grafischen Oberfläche arbeitet, erfolgen immer gewisse Leistungsständiger Produktmanager für Autocad.

Lösbar sei das Problem jedoch über leistungsfähigere DOS-Erweiterungen oder

Prozessoren wie den 80486 von Intel. Autocad 10 für OS/2 kostet rund 3000 Dollar. Der Preis für das Update der neuen DOS-Version liegt bei 250 Dollar. +