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26.11.1993

Autokonzern und Importeure gruenden Entwicklungsfirma Objektsoftware informiert die europaeischen VW-Haendler

MUENCHEN (CW) - Haendler der Volkswagengruppe und von Porsche bekommen 1996 europaweit ein einheitliches und objektorientiertes Informationssystem. "Euro-Elan" soll fuer Geschaeftsprozesse auf Werks- und Importeursebene eingesetzt werden. Fuer die Projektrealisierung haben die VW AG und ihre Importeure die Euro Marketing Systems GmbH (EMS) gegruendet.

Entwickelt wird Euro-Elan in C++ und mit Hilfe der Shareware "Interviews", mit der laut Josef Bayerhammer, verantwortlich fuer das technische Team der EMS in Salzburg, insbesondere die Sprachumschaltung realisiert werde. Ausserdem soll die fertige Software bis zu sechs verschiedene Unix-Plattformen unterstuetzen koennen. Als Basisbaustein fuer das Haendlerinformationssystem dient die objektorientierte Datenbanks "Versant".

Die Hauptfunktionen des neuen Systems liegen im Neufahrzeug- und Gebrauchtwagenverkauf, in Kundendienstleistungen und Teilversorgung, Service und Finanzdienstleistungen. Weiterhin soll Euro-Elan die Basis fuer die Funktionen Marktkommunikation, Personalwesen, Buerounterstuetzung, Buchhaltung und Unternehmensfuehrung bilden.

Die veranschlagten Projektkosten, rund 70 Millionen Mark, werden von der Volkswagen AG in Deutschland und europaeischen Importeuren getragen. Grundlage fuer die Realisierung des Systems ist eine Vorstudie, die die verpflichtenden Zielvorgaben des Projekts festlegt. Dazu gehoert die Objektorientierung, die Nutzung von Graphical User Interfaces (GUIs) und die gemeinsame Entwicklung.

Zu diesem Zweck wurde 1991 die Projektentwicklungsfirma EMS gegruendet, die derzeit 55 Beschaeftigte hat. Gesellschafter der Euro Marketing Systems GmbH sind neben der Volkswagen AG 14 Importeure aus Oesterreich, Belgien, Frankreich, Ungarn, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden, der Schweiz, Grossbritannien, Daenemark und Deutschland. Der Hauptsitz der Gesellschaft befindet sich in Braunschweig. Hier arbeiten derzeit 14 Personen an der Fertigstellung des Produkts. Das Design bis zum Prototyping entsteht in Salzburg. Fuer den Einsatz in den einzelnen Laendern, etwa fuer Schulungen, ist eine EMS-Abteilung in Leusden, Niederlande, zustaendig.

Bisher setzen die Haendler ihre eigene Software auf unterschiedlichen Rechnersystemen ein. Von jeweils 60 bis 70 Arbeitsplaetzen aus werden 80000 bis 100000 Kunden betreut. Die EMS beabsichtigt, in einem Zeitraum von fuenf Jahren rund 9500 Vertragshaendler mit insgesamt zirka 110000 Benutzern in Europa mit dem neuen System auszustatten. Das heisst die bisher eingesetzte Hard- und Software wird gegen das neue Informationssystem ausgetauscht.