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10.11.1978

Automation

Für die Gewerkschafter mag sich der Bericht über die Entwicklung der Datenverarbeitung des Landes Berlin wie eine Gruselstory lesen - besonders im Abschnitt "Konkretisierung des Nutzens der Verwaltungs-Automation".

Da prognostiziert der Geschäftsbereich Inneres etwa beim Einwohnerinformationssystem: "Die vollständige Umstellung würde im Einwohnermeldeamt schrittweise eine Personalfreisetzung von voraussichtlich insgesamt 103 Kräften ermöglichen", bei der Verbrechensbekämpfung könnten "25 Kräfte freigesetzt" werden.

Der Geschäftsbereich Arbeit und Soziales meldet schon den Vollzug: "In den 12 Berliner Bezirksverwaltungen konnten 55 Stellen freigesetzt werden.. . "

Abgesehen davon, daß auch der Senat nicht kündigt, feuert oder Arbeitslose produziert, sondern "Stellen freisetzt" - das Beispiel Arbeit und Soziales zeigt drastisch, daß Automatisation nicht nur Arbeit macht, sondern auch Arbeit schafft. Denn, Originalton der Drucksache 7/1430 zur "Freisetzung von 55 Stellen": Die Höhe der tatsächlichen Personaleinsparungen ist Jedoch geringer, weil in den bezirklichen Sozialämtern ADV-Verbindungsstellen für das automatisierte Verfahren eingerichtet werden mußten, so daß eine effektive Einsparung von 18 Stellen bleibt.

Statt Adrema- und Grundlisten-Häuptling also Schnittstellen-Koordinator.

Daß die EDV niemand verkommen läßt, das beweist sie - siehe Berlin auch in der Zentrale: Da wird ursprünglich geplant, eine /370-158 auf eine -168 aufzurüsten: Damit wäre der Kapazitätsbedarf bis auf weiteres gedeckt gewesen. Doch weil nun der Hersteller die Begehrlichkeit (oder Anspruchsinflation) seiner p. t. Kunden wohl zu befriedigen weiß, bringt er für wenig Geld neue leistungsfähigere Produkte und senkt die Preise für die alten Anlagen.

Logische Konsequenz: Statt der Aufrüstung von der 158 auf Die 168 kommt eine 3032 ins Haus, natürlich bleibt die bestehende 158 bestehen (jetzt gekauft).

Für die Auslastung der so preisgünstig angeschafften DV-Kapazität wird schon gesorgt werden.