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Virtuelle Maschinen von VMware und Microsoft


05.12.2014 - 

Autopilot fürs Cloud-Geschäft

IT-Journalist aus München
Das Münchner Cloud-Systemhaus Neos Ventures hat beim Nürnberger IT-Dienstleister noris network die Prozesse zum Bereitstellen von virtuellen Maschinen automatisiert.

Mit rund 24 Millionen Euro Umsatz, 130 Mitarbeitern und Referenzen von Adidas über Cortal Consors bis Uvex zählt die Nürnberger noris network AG mittlerweile zu den renommierten IT-Infrastrukturanbietern Deutschlands. Anders als im Gründungsjahr 1993 prägen heute zunehmend Cloud-basierte Services und Virtualisierungstechnologien den Arbeitsalltag des ersten Internet-Service-Providers in Nordbayern. Gründe genug für ein entsprechendes Projekt zur Automatisierung und Orchestrierung der Geschäftsprozesse rund um das eigene Cloud-Lösungsportfolio. Von Anfang an mit von der Partie: der Münchner Spezialist für Cloud-Enabling und Datacenter-Automation, Neos Ventures GmbH.

Automatische Bereitstellung von virtuellen Maschinen

VMware vCenter - das Dashboard
VMware vCenter - das Dashboard
Foto: VMware

Managed IT-Services und -Outsourcing mit Fokus auf das Web-, Domain- und E-Mail-Hosting, Virtual Private Networking, den eCommerce, die Archivierung, Speicherverwaltung und das Backup - das Geschäft von noris network folgt dem Megatrend Cloud Computing.

Um einem regelrechten Nachfrage-Boom nach Diensten aus der Wolke gerecht werden zu können, startete der Nürnberger IT-Dienstleister im Herbst 2013 ein Projekt besonderer Natur: "Automatisierung statt Handarbeit" lautete die Devise, mit der sowohl die Bereitstellung von Lösungen für Kunden als auch für interne Anforderungen per Virtualisierung abgedeckt werden sollte. "Wir wollten einen Großteil unserer Lösungen automatisiert bereitstellen und orchestrieren können", erinnert sich Jörn Westermann, Abteilungsleiter Technik, an den Projektstart zugunsten effizienterer Arbeitsabläufe. Dazu gehörten nach den Worten des IT-Experten zunächst die Bereitstellung von virtuellen Maschinen auf Basis von VMware und Lösungen wie Microsoft Exchange, Fileserver-Plattformen sowie E-Mail-Services.

Technologische Basis für die Mittelstandslösungen bildet eine IT-Infrastruktur mit Hochleistungs-Backbone und standardisierten Rechenzentrumsprodukten. Der Manager geht ins Detail: Die hohe Nachfrage im Cloud-Computing-Sektor hatte Westermann zufolge mehr und mehr dazu geführt, dass sich die bis dato manuell erledigten Arbeitsschritte zur Bereitstellung der jeweiligen Lösung immer aufwändiger gestaltete. Hinzu kam, dass die Fehlerhäufigkeit zunahm. Westermann: "Wir wollten die wiederkehrenden Tätigkeiten automatisieren und vereinheitlichen, weil qualifiziertes Personal schwer zu bekommen ist und der manuelle Prozess im Laufe der Zeit immer teurer und zeitaufwändiger wurde."

Mehr Effizienz mit Automatisierungs-Workflows

Der IT-Verantwortliche beschreibt die heiße Phase: "Wir haben uns relativ schnell für Neos als Partner entschieden, weil die Expertise im Bereich Automatisierung enorm war." So hatte der Münchner Spezialist für das Cloud-Enabling bereits in der Vergangenheit ähnliche Projekte mit eigenen Kunden etabliert und dort Umgebungen im Automatisierungsumfeld aufgebaut. "Es passiert selten, dass Consultants mehr von der Materie verstehen als wir - hier war es tatsächlich doch einmal der Fall", lässt Westermann die Planungsphase Revue passieren.

Gründe genug für das fränkische IT-Team, ein Proof of Concept zu entwickeln und dem Projekt für mehr Effizienz bei der Bereitstellung von IT-Services grünes Licht zu geben. Ziel war es laut Westermann in einem ersten Schritt, individuelle Workflows mit Hilfe von VMware vCenter Orchestrator innerhalb einer Testumgebung zu programmieren, mit denen die einzelnen Cloud-Angebote von noris network Kunden künftig automatisiert und angepasst bereitgestellt werden können.

"Dass da so viel programmiert werden muss, hätten wir nicht gedacht", so Westermann weiter. Begonnen wurde nach den Worten Westermanns zunächst mit klassischen virtuellen Maschinen, bevor Produkte wie Managed Exchange - ein Lösungspaket aus Microsoft Exchange mit Active Directory und Firewall - in den Workflow-Prozess aufgenommen wurden und seitdem "per Knopfdruck deployed werden können". "Ganz, ganz wichtig" war laut Westermann in diesem Zusammenhang, dass innerhalb der Workflows eine Integration in das bestehende ERP-System berücksichtigt wurde. "Wir haben eine ITIL-basierte Configuration Management Database (CMDB), in der das Kundenprojekt automatisch übertragen wird, so dass die dazugehörigen Rechnungsstellungen gleich im System vorhanden sind."

Für noris network gehören manuelle Konfigurationsmarathons seitdem der Vergangenheit an: Arbeitsschritte, die noch kürzlich mühsam per Einzel-Klicks, nach Anleitung und mit entsprechendem Fehlerrisiko abliefen, lassen sich heute nahezu vollständig automatisiert durchführen. Gleiches gilt übrigens auch für eigene Zwecke: Mit Hilfe der Unterstützung von Neos können nun auch die eigenen IT-Services komfortabel und individuell zusammengestellt werden. Westermanns Resümee: "Während wir früher rund ein bis zwei Stunden dafür benötigten, einen Dienst bereitzustellen, sind wir nun bei knapp 15 Minuten - inklusive der manuellen Nachbearbeitung, wie etwa für das Definieren von Größenparametern für Arbeitsspeicher oder Festplattenplatz." (rw)

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