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12.01.2001 - 

IT-Services im Microsoft-Umfeld

Avanade geht jetzt auch in Deutschland an den Start

FRANKFURT/M. (CW) - Wenige Monate nach dem Start in den USA hat Avanade, ein Joint Venture zwischen Andersen Consulting (das seit Anfang des Jahres unter "Accenture" firmiert) und Microsoft, auch in Deutschland mit dem operativen Geschäft begonnen. Die IT-Service-Company ist auf integrierte Enterprise- und Internet-Lösungen im Microsoft-Umfeld fokussiert. Kritiker sehen deshalb die Unabhängigkeit der Beratung gefährdet.

Das im März vergangenen Jahres angekündigte Joint Venture Avanade ist in den USA aus den Startlöchern gekommen und greift nun auch ins Geschehen am stark umkämpften deutschen IT-Dienstleistungsmarkt ein. Dies machten Vertreter von Microsoft, Accenture und Avanade vor Journalisten in Frankfurt am Main deutlich. Die im Oktober 2000 gegründete Avanade Deutschland GmbH mit Sitz in Wiesbaden will, wie deren von Accenture kommende Geschäftsführer Frank Sommerfeld erklärte, bereits im laufenden Jahr mit 120 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 20 Millionen Mark erzielen. Insgesamt sieht der Business-Plan der sich global aufstellenden Company für 2001 Einnahmen in Höhe von 145 Millionen Dollar vor, die bis 2003 auf 700 Millionen Dollar klettern sollen. Weltweit wurden bereits 700 Mitarbeiter eingestellt, bis September 2001 sollen es 1600 werden.

Der deutsche Markt spiele mit einem mittelfristig anvisierten Anteil von knapp neun Prozent am Gesamtumsatz eine ernst zu nehmende Rolle, betonte Sommerfeld. Gerade große Unternehmen mit heterogenen IT-Landschaften ständen vor der Herausforderung, "stabile und integrierte Umgebungen" zu schaffen, die jederzeit ohne nennenswerte Zeitverluste auf- und umgerüstet werden können.

Der Fokus liegt auf fünf ServicebereichenAvanade konzipiere, entwickle und implementiere dabei Lösungen in fünf Servicebereichen: E-Business, M-Commerce, Knowledge-Management, Application-Service-Providing (ASP)und die komplette Integration und Restrukturierung von IT-Infrastrukturen und -Architekturen auf Basis von Microsoft-Produkten wie Windows 2000, SQL Server, Exchange Server, Windows Distributed Internet Applications Architecture (DNA) sowie den diversen Internet-Tools der Gates-Company.

Das weltweite Marktvolumen für Services im Microsoft-nahen Umfeld bezifferte der deutsche Avanade-Verantwortliche auf rund 48 Milliarden Dollar. Eigentliches Ziel des Joint Ventures ist es, Microsofts noch vergleichsweise schwache Position im Geschäft mit Unternehmenskunden durch eine eigene Dienstleistungs- und Service-Company zu stärken und damit das strategische Defizit gegenüber Wettbewerbern wie IBM und Oracle zu beheben. Vor allem dürfte es um eine Ankurbelung des Absatzes von Server-Plattformen gehen, bei dem sich Microsoft durch das Betriebssystem Windows 2000 einiges erhofft. Beide Partner haben sich verpflichtet, das Joint Venture binnen der kommenden drei Jahre mit Know-how, personellen Ressourcen und finanziellen Mitteln in Höhe von einer Milliarde Dollar auszustatten. Für Accenture dürfte der Deal trotz allem problematisch sein. Denn die drohende Gefahr, durch eine "exklusive" Beziehung zu Microsoft den Ruf der Unabhängigkeit zu verlieren, konnte der Beratungsriese bisher nicht entkräften.