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Nach dem Verkauf der IT-Tochter Hiserv


26.05.2000 - 

Aventis übergibt die IT an IBM Global Services

MÜNCHEN (CW) - Mit einem Wert von 1,5 Milliarden Dollar hat der deutsch-französische Pharma-konzern Aventis den hierzulange bisher größten Outsourcing-Auftrag an die IBM Global Services vergeben. Die IBM tritt damit für zehn Jahre die Nachfolge der eben erst verkauften IT-Divsion Hiserv GmbH an.

Eine bislang noch nicht veröffentlichte E-Business-Strategie scheint einer der Hauptgründe zu sein, warum Aventis, der durch die Fusion von Hoechst und Rhone-Poulenc entstandene Pharmakonzern, die IT-Tochter von Hoechst verkauft und durch die IBM Global Services ersetzt hat.

Laut IT-Chef Ragnar Nilsson soll die IBM einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, "dass Aventis auf der neuen Technologiewelle ganz oben reitet". Konkret soll den IT-Managern von Aventis der Rücken freigehalten werden, sich auf derzeit wichtigere Aufgaben im E-Business zu konzentrieren.

Dieser Paradigmenwechsel wurde Hiserv offenbar nicht zugetraut, zumal das Unternehmen am freien Markt bislang nicht sonderlich erfolgreich agiert hat (siehe CW 19/00, Seite 1). Hinzu kommt, dass IT-Konsolidierungen nach Fusionen als ausgesprochen schwierig gelten. Für die IBM spricht, dass die verschmolzenen Pharma-Konzerne schon zuvor jeweils strategische Partnerschaften mit dem IT-Konzern unterhielten. Außerdem braucht Aventis aufgrund der umfassenden und internationalen Ausrichtung des Deals einen möglichst großen Partner. So soll die Auslagerung noch dieses Jahr in Deutschland, Frankreich, den USA, Großbritannien und Japan greifen. Ziel ist eine weltweit einheitlich gesteuerte IT-Infrastruktur.

Die Vereinbarung umfasst das Management von Rechenzentren, den Betrieb von Server-Systemen sowie Dienstleistungen in den Bereichen Internet, E-Mail und Helpdesk. Auch die Telekommunikation und Netzverwaltung soll an IBM Global Services übergehen.