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10.11.1998 - 

Neuer Internet-Suchdienst soll im Frühjahr 1999 kommen

Axel Springer gibt Beteiligung an AOL und Cityweb auf

HAMBURG (fn) - Der Axel Springer Verlag (ASV) will sich von seinen Beteiligungen am Online-Dienst AOL Bertelsmann sowie am regionalen Internet-Service-Provider Cityweb trennen. Dieser Schritt sei Teil einer Neuausrichtung des Unternehmens als Inhaltsanbieter. Bei Bertelsmann hieß es dagegen, man habe den ASV gebeten, seine Anteile an AOL zu veräußern. Im Frühjahr 1999 startet Axel Springer gemeinsam mit drei Partnern einen neuen Internet-Suchdienst.

Über seine hauseigene Zeitung "Bild am Sonntag" ließ der Axel Springer Verlag verlauten, er wolle sich aus dem Zugangsgeschäft zurückziehen und sich stärker als Inhaltsanbieter positionieren. Eine E-Mail von Bernd Schiphorst, President und CEO der Bertelsmann New Media, kehrt den Sachverhalt um. Demnach haben Bertelsmann AG (BAG) und America Online Inc. (AOL) das Verlagshaus gebeten, seine Beteiligung am Online-Dienst aufzugeben. Zur Zeit halten BAG und AOL je 45 Prozent am Unternehmen, Springer gehören zehn Prozent. Nach Angaben eines Sprechers beim Axel Springer Verlag in Hamburg war das Unternehmen lediglich finanziell am Online-Service beteiligt. Der Sprecher wählte die Vergangenheitsform, was bedeuten könnte, daß das Ende von Springers Engagement bereits beschlossen ist.

Springer übernimmt Sport 1 ganz

Auch die Zusammenarbeit von ASV und Bertelsmann beim Internet-Kanal "Sport 1" (http://www. sport1.de) könnte bald beendet sein. Der Springer-Verlag hat Interesse bekundet, auch die 50 Prozent von der BAG an Sport 1 zu übernehmen.

Ebenfalls zurückziehen möchte sich Axel Springer aus dem gemeinsam mit der WAZ-Gruppe geführten Unternehmen Cityweb (http://www.cityweb.de). Der regionale Online-Dienst beliefert die Ballungszentren Rhein/Ruhr, Hamburg und Berlin mit einem Zugangsnetz sowie Inhalten. Eine mögliche Aufhebung der Kooperation beurteilt man bei der WAZ-Gruppe eher positiv. Wie Günther Grotkamp, einer der Geschäftsführer des Verlags, mitteilte, seien auch hier die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Falls der ASV aussteigt, werde der Medienkonzern jedoch den Online-Dienst allein weiterführen, so Grotkamp.

Einerseits will Axel Springer einige Beteiligungen aufgeben, andererseits knüpft der Konzern neue Bande. So möchte der Verlag regionale Angebote im Web zukünftig über T-Online, den Online-Dienst der Telekom, anbieten.

Ferner gründete der ASV gemeinsam mit der Deutschen Telekom, der Verlagsgruppe Holtzbrink sowie dem Internet-Suchdiensteanbieter Infoseek die Firma Webseek Infoservice mit Sitz in Hamburg. Ziel des Joint-ventures ist es, ab Frühjahr 1999 einen neuen deutschen Suchdienst mit der URL www.infoseek.de zu starten.