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02.12.2007

Axel Springer prüft "alle Optionen" für PIN Group

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Axel Springer AG, Berlin, prüft alle Optionen für den Briefzustelldienst PIN Group, an der das Unternehmen mehrheitlich beteiligt ist. "Wir prüfen alle Optionen und können derzeit nichts ausschließen", sagte Springer-Unternehmenssprecherin Edda Fels am Sonntag zu Dow Jones Newswires. "Der staatlich verordnete Mindestlohn ist nicht zu erwirtschaften und wird ernste Konsequenzen für die PIN Group und ihre Mitarbeiter haben."

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Axel Springer AG, Berlin, prüft alle Optionen für den Briefzustelldienst PIN Group, an der das Unternehmen mehrheitlich beteiligt ist. "Wir prüfen alle Optionen und können derzeit nichts ausschließen", sagte Springer-Unternehmenssprecherin Edda Fels am Sonntag zu Dow Jones Newswires. "Der staatlich verordnete Mindestlohn ist nicht zu erwirtschaften und wird ernste Konsequenzen für die PIN Group und ihre Mitarbeiter haben."

Die aus CDU und SPD bestehende Bundesregierung hatte sich am Donnerstag auf einen Mindestlohn für Vollzeitbeschäftigte im Postdienst geeinigt. Einzelheiten sollten zwischen den Sozialpartnern ausgehandelt werden. Der Arbeitgeberverband Postdienste und die Gewerkschaft ver.di hatten einen Mindeststundenlohn von 9,80 EUR für Beschäftigte in den westlichen Bundesländern vereinbart; in Ostdeutschland sollen 9,00 EUR gezahlt werden. Die Vorschläge liegen über den Löhnen, die die meisten Wettbewerber der Deutschen Post AG ihren Mitarbeiter zahlen.

PIN Group könne mit einem Mindestlohn auf diesem Niveau nicht profitabel sein, sagte Fels. "Dass so etwas in einem Rechtsstaat möglich ist, war nicht zu erwarten gewesen."

Das Nachrichtenmagazin "Focus" hatte am Samstag gemeldet, dass Axel Springer eine Investmentbank mit dem Verkauf der Beteiligung an der PIN Group beauftragt habe. Der "Focus" hatte ferner berichtet, dass Verhandlungen über einen möglichen Verkauf der Sparte an die niederländische TNT NV an dem Mindestlohngesetz gescheitert seien. Fels wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die PIN Group wurde im September 2005 von Axel Springer, der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und der WAZ-Mediengruppe sowie der luxemburgischen Rosalia AG gegründet. Derzeit hält Axel Springer 63,7% an PIN. Die PIN Group beschäftigt derzeit über 9.000 Mitarbeiter. Springer-Vorstand Mathias Doepfner hatte im vergangenen Monat gesagt, der Umsatz werde in diesem Jahr die angestrebte Marke von 350 Mio EUR voraussichtlich übersteigen. Das Ergebnis dürfte bei minus 50 Mio bis minus 55 Mio EUR liegen.

Unternehmenswebsite: http://www.axelspringer.de

-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 69 29725 505, archibald.preuschat@dowjones.com

DJG/cln

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