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04.07.1975 - 

Zulassungsverschärfung für EDV-Betriebswirte

B. I. B. protestiert gegen BA

PADERBORN - B.I.B.-Leiter R. Hambusch vom Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe e.V., Paderborn, schmeckt der "Betriebswirt-Eintopf" (Hambusch) nicht, den die Bundesanstalt für Arbeit (BA), Nürnberg, gekocht hat. "Unter dem Eindruck, daß es eine allgemeine Schwemme für Betriebswirte gibt, hat die BA die Zugangsvoraussetzungen zum Besuch von Wirtschaftsfachschulen verschärft", empört sich Hambusch. Der "Staatlich geprüfte Betriebswirt EDV" wurde so mit dem praktischen Betriebswirt in einen Topf geworfen.

Laut RdErl. (Runderlaß) vom 21. Januar 1975 "an alle Dienststellen der Bundesanstalt" müssen nämlich "Antragsteller" mit abgeschlossener Berufsausbildung nicht mehr wie bisher eine mindestens einjährige, sondern nunmehr eine mindestens dreijährige Berufspraxis nachweisen, um zum Studium an einer Fachschule für Wirtschaft zugelassen zu werden. Auch die Alternativbestimmung wurde verschärft: Anstelle des Nachweises einer mindestens, fünfjährigen kaufmännischen oder verwaltenden Tätigkeit müssen die zukünftigen Fachschüler jetzt eine "mindestens siebenjährige einschlägige Berufspraxis" vorweisen.

Auf taube Ohren gestoßen

Angesichts des vom Bundesministerium für Forschung und Technologie bis 1978 erwarteten zusätzlichen Bedarf von 20 800 EDV-Absolventen von Fachschulen (12,1 Prozent vom Gesamt-Bedarf von 100 Prozent) findet es Hambusch schlichtweg "unmöglich", daß die verschärften Zulassungsvoraussetzungen auch für den "Staatlich geprüften Betriebswirt EDV" gelten sollen. "Ich habe schon bei der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg dagegen protestiert und gebeten, den Eindruck einer Betriebswirt-Schwemme durch eine gesonderte Statistik für Betriebswirte EDV zu erhärten." Nach seiner Aussage stieß aber Hambusch mit seiner Forderung auf taube Ohren. Bis auf weiteres bleibt alles beim Neuen.