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07.03.2012 - Kampf um Inhalte und Partner

B2B-App-Stores krempeln den Markt um

Als Chefreporter Online spürt Joachim Hackmann aktuelle Themen aus allen Segmenten der IT-Branche auf. Seine thematische Vorliebe gilt der IT-Servicebranche. Dazu zählen etwa Trends, Neuerungen, Produkte und Unternehmen aus den Bereichen Cloud Computing, XaaS, Offshoring und Outsourcing sowie System-Integration und Consulting. Zudem betreut er die Online-Rubrik "Mittelstand" und hält den Kontakt zur Xing-Lesergruppe.
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SAP und Salesforce waren schneller

Die SAP ist mit ihrer Implementierung weit fortgeschritten. Bereits auf der CeBIT 2011 hat sie die erste Version ihres "SAP Store" vorgestellt, anfangs nur für Applikationen der Mietsoftware "Business ByDesign". Seit der Hausmesse Sapphire im vergangenen Herbst sind darin auch mobile Anwendungen zu finden. Mittlerweile gibt es dort rund 170 Apps, davon etwa 50 für Mobile-User. Ergänzt wird das Angebot durch den 2008 gestarteten Marktplatz "EcoHub" für klassische SAP-Installationen. Hier können Anwender unter gut 1000 Anwendungen von rund 600 Partnern wählen.

Salesforce startet früh

Auch abseits der CeBIT zeigt die IT-Branche rege Aktivitäten im Aufbau von Marktplätzen für Geschäftsapplikationen. Ein früher Starter in diesem Markt war der CRM-Anbieter Salesforce, der mit seiner "App-Exchange"-Plattform bereits 2006 eine zentrale Anlaufstelle für Partner und Kunden aufgebaut hat. Eine junge Initiative geht dagegen vom ERP-Anbieter Unit 4 aus: Er kündigte für Juni 2012 einen eigenen "App Store" an. Ein erstes Produkt für den Marktplatz stellt der Hersteller mit der "Business Analytics Apps" selbst bereit.

Ein Blick in den SAP Store zeigt vielfältige Funktionen, darunter Bewertungen und Kommentare, wie man sie vom Apple Store und Android Market kennt.
Ein Blick in den SAP Store zeigt vielfältige Funktionen, darunter Bewertungen und Kommentare, wie man sie vom Apple Store und Android Market kennt.
Foto: SAP

Ein Blick in die ersten implementierten Marktplätze zeigt die enge Anlehnung an die Vorbilder App Store von Apple und Android Market von Google. Besucher können in den Angeboten stöbern, Software testen und direkt auf ihr Gerät laden. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Applikationen, die Nutzer können die gewählte Software bewerten und kommentieren. Die Betreiber listen zum Teil die beliebtesten Tools auf und schlagen den Besuchern weitere passende Lösungen vor. "Wer etwas auf sich hält, bietet heute einen App Store an", bringt es Rüdiger Spies, Analyst und Vice President bei IDC, auf den Punkt. "App-Store-Betreiber gelten als modern, erfolgreich und innovativ."

Doch anders als die digitalen Software-Supermärkte von Apple und Google streben die B2B-Betreiber nicht nach Masse, sondern wollen Lösungen für Nischen und spezielle Unternehmensanforderungen bereitstellen. Auf Fragen nach Branchen- oder Anwendungsschwerpunkten flüchten die Anbieter ins Ungefähre. Der Grund dafür ist simpel: Die inhaltliche Ausrichtung haben die Content-Lieferanten in der Hand, und die Gespräche mit ihnen laufen noch. "Die Business-orientierten App-Stores befinden sich in einem frühen Stadium, viele Anbieter experimentieren noch", beobachtet etwa Forrester-Analystin China Martens.

Alle streben nach Ökosystemen

In Fujitsus Business Solution Store können Anwender Apps testen, installieren und bewerten. Noch ist das Angebot überschaubar, geöffnet wird der Store aber auch erst im Juni 2012.
In Fujitsus Business Solution Store können Anwender Apps testen, installieren und bewerten. Noch ist das Angebot überschaubar, geöffnet wird der Store aber auch erst im Juni 2012.
Foto: SAP

Die Softwarehersteller spielen in diesem Marktplatztrend eine Schlüsselrolle für jeden Betreiber. Erfolgreich kann ein Store nur arbeiten, wenn er interessante Applikationen bietet. Kein Wunder also, dass alle Marktplatzbetreiber Partnerinitiativen pflegen, um die Lieferanten an ihre Plattform zu binden. Nahezu alle großen Anbieter zielen strategisch darauf ab, rund um den Marktplatz ein Ökosystem für Partner zu errichten.

Damit ist ein verschärfter Wettbewerb um Softwarehersteller und Programmierer die unausweichliche Folge der Marktplatz-Schwemme. Es geht um die Sichtbarkeit beim Anwender und die Sicherung künftiger Erlösquellen. Das Geschäftsmodell der Betreiber sieht in der Regel geringe oder keine Startkosten für die Partner vor. Erst wenn die Kunden die Software kaufen oder mieten und die Einnahmen fließen, fordern die Betreiber ihren Obulus ein. SAP kalkuliert beispielsweise mit 30 Prozent, andere Anbieter haben weniger Aufwand und sind deutlich billiger: Die Beteiligungsquote beginnt bei fünf Prozent.

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