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B2B setzt noch auf 4:3

06.07.2007
Bei Privatkunden kommt das Widescreen- oder 16:10-Format bereits sehr gut an. Aber im B2B-Bereich wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis der vorangegangene Windows-Vista-Effekt Früchte zeigt.

Von Klaus Hauptfleisch

Die weltweiten Monitor-Zahlen von DisplaySearch für das erste Quartal 2007 zeigen es deutlich: Während bei Geräten im Standard-4:3-Format überall ein Minuswachstum zu verzeichnen ist, wächst die Nachfrage nach Widescreen-Modellen rapide an. Besonders stark ist die Zunahme bei 22-Zöllern. Hier hat sich die Zahl der Verkäufe innerhalb eines Quartals mehr als verdoppelt. Allerdings stellen 4:3-Geräte immer noch den Löwenanteil im Monitor-Weltmarkt dar. Selbst in Deutschland wurden im dritten Quartal 2006 noch zu mehr als 95 Prozent Monitore im Standardformat verkauft.

Auch wenn die Nachfrage nach kleineren Bilddiagonalen in Deutschland mehr und mehr schwindet, ist der Anteil an 15- und 17-Zöllern im Standardformat weltweit immer noch beträchtlich. Ein Grund dafür ist sicherlich der geringere Preis, der vor allem in Entwicklungsländern wie China, Indien oder Lateinamerika eine große Rolle spielt. Aber auch in Deutschland haben Monitore im Standardformat immer noch eine große Daseinsberechtigung.

Führungskräfte wollen klassisches Bildformat

So hat eine Studie von Samsung ergeben, dass 54 Prozent der Fach- und Führungskräfte in Unternehmen sich immer noch für das klassische Bildformat aussprechen. Nur 40 Prozent legen mittlerweile schon Wert auf das Widescreen-Format. Der viel beschriene Vista-Effekt ist bei den Endkunden schon angekommen, nicht aber bei den Unternehmen. Wie viele Branchenkenner, rechnet auch Samsung-Display-Chef Frank Kalisch nicht damit, dass sich Windows Vista und Widescreen vor der zweiten Jahreshälfte 2008 in Unternehmen im großen Stil durchsetzen wird. Denn die Formatumstellung mag für den Privatkunden ein Leichtes sein, zumal viele von ihnen schon über ein Notebook mit Widescreen-Display verfügen. Für den Administrator, der in einem Unternehmen Hunderte von Systemen einrichten und verwalten muss, ist die Umstellung aber nicht so leicht, zumal er befürchten muss, dass ständig Mitarbeiter anrufen, die sich beschweren, dass sie Grafiken entweder zu breit oder zu hoch vorfinden. Die Industrie will aber Wide- screens, weil die entsprechenden Panels in den Werken der neuesten Generationen günstiger zu produzieren sind. Und der Preisvorteil wird auch schon an die Kunden weitergegeben. Dennoch sehen laut der Studie von Elite News im Auftrag Samsungs nur zwei Prozent der Befragten in Unternehmen den jeweils günstigsten Preis als Kaufargument für ein bestimmtes Modell. Lieber werde in gute Qualität investiert.

Die Euphorie der Industrie über die Widescreen-Zuwächse ist dennoch groß. Schließlich soll sich der deutsche Markt in diesem Jahr auf 200.000 Geräte in etwa versechsfachen. Hier ein paar Stimmen aus der Herstellerszene:

"Der Trend zu Widescreen-Modellen wird insbesondere auch durch das Microsoft-Betriebssystem Windows Vista verstärkt", erklärt V7-Manager Frank Gerich und fügt hinzu: "Damit mehrere Anwendungen problemlos auf dem Bildschirm angezeigt werden können, sind größere Bildschirmdiagonalen erforderlich."

"Zwar kommt die Nachfrage derzeit noch sehr stark aus dem Consumer-Bereich, allerdings wird sich auch das Business-Segment bald stärker diesen Formaten zuwenden.", so Belinea-Produktmanager Jörg Wissing.

"Der Anteil der Widescreen-Displays in Deutschland wird voraussichtlich im vierten Quartal 2007 bereits auf über 40 Prozent steigen, 2008 sogar auf über 50 Prozent", meint Samsung-Produktmanager Jürgen Reinhard. Und weiter sagt er: "Widescreen-Displays - speziell im 20- und 22-Zoll-Bereich - werden inzwischen nicht mehr nur im B2C-Umfeld eingesetzt, sondern auch bei B2B-Projekten zunehmend nachgefragt."

Steigende Panel-Preise berücksichtigen

Bei aller Freude über das durch Widescreen angetriebene Replacement-Geschäft: "Wir beobachten seit einiger Zeit steigende Preise für Panels. Aus unserer Sicht wird dieser Trend anhalten. Unser Rat an die Händler ist, dies bei ihrer Planung zu berücksichtigen", erklärt Anne-Kathrin Lang, Trade Marketeer, Philips Consumer Electronics Deutschland.