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02.10.1998 - 

Holländer übernehmen Caps Logistics

Baan bastelt weiter an Supply-Chain-Tools

Die Akquisition liefert Baan eine Handvoll weiterer Softwarebausteine für eine umfassende SCM-Lösung: Sie beziehen sich hauptsächlich auf Design, Modellierung und Planung von Logistikketten sowie auf Frachtplanung und -steuerung. Dazu zählen unter anderem die Analyse von Transportangeboten, die Reduktion von Liefertagen und -frequenzen sowie die Verwaltung externer Lagerstätten. Den Kunden sollen diese Funktionen dabei helfen, ihre Bestands- und Transportkosten zu senken. Laut Baan machen derzeit beispielsweise die Handelsketten Sears, Roebuck & Co., Wal-Mart und Woolworth von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Wieviel Baan die Übernahme von Caps Logistics wert ist, wollten die beiden Unternehmen bislang nicht verraten. Der akquirierte Software-Anbieter wird künftig als eine Tochtergesellschaft der Baan Co. firmieren, aber zumindest in Nordamerika seinen alten Namen weiterführen.

Das klingt nach schlechten Nachrichten für die Manugistics Inc., Rockville, Maryland. Zusam- men mit dem Spezialisten für Supply-Chain-Management wollte Baan eine Lösung entwickeln, die Standardfunktionen wie Lagerverwaltung, Produktionskontrolle und Finanzverwaltung mit der Synchronisation von Lieferketten verbinden sollte. Als Zielgruppe war vor allem die Fertigungsindustrie vorgesehen (siehe CW 39/97, Seite 15: "Manugistics und Baan verbessern Lieferketten").

Daß dieses Abkommen große Tragweite hätte, darf wohl bezweifelt werden.

Weder die deutsche Baan-Niederlassung in Hannover noch die Pressestelle der Manugistics GmbH, Essen, wollten sich bis Redaktionsschluß auf eine Bewertung der Kooperation oder eine Aussage zu deren Zukunft festlegen.

Aus dem Baan-Bereich SCS verlautete jedoch, daß sich die Zusammenarbeit mit Manugistics auf "ein oder zwei Projekte" beschränkt habe. Es sieht folglich so aus, als wolle Baan statt dessen sein eigenes Angebot auf dem Gebiet des SCM ausbauen.

Für die Anbieter von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware ist Supply-Chain-Management (SCM) derzeit das Thema Nummer eins - nicht erst, seit der Marktführer SAP AG im Herbst vergangenen Jahres ankündigte, er werde eine SCM-Lösung entwickeln. Baan hatte schon ein Jahr zuvor den kanadischen Anbieter Berclain übernommen, dessen Produkt "Moopi" den Grundstock für eine Palette eigener SCM-Werkzeuge bilden sollte. Heute umfaßt der Anfang 1997 ausgegliederte Baan-Geschäftsbereich Supply Chain Solutions (SCS) vier Produkte: für die Werkstatt-Optimierung, die Bedarfsplanung, die Auftragsfreigabe und - ganz neu - für den Überblick über die gesamte Lieferkette.