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05.02.1999 - 

Deutsche Baan User Group gründet Verein

Baan: Consulting-Bereich schwach - Support verbessert

HANNOVER (bs) - Die Baan-User fomieren sich: Vergangene Woche ließ sich die erste Deutsche Baan User Group (DBUG) ins Vereinsregister Hannover eintragen.

Ziel des Vereins sei es, mehr Einfluß auf die Entwicklung ausüben zu können, um etliche Verbesserungen in der Software zu erreichen, erklärte Klemens Hauk, Vereinsvorstand und Leiter Anwendungsentwicklung und Organisation bei der Otis GmbH in Berlin. So sei die Baan-Buchhaltungssoftware immer noch eines der Sorgenkinder. Das Modul Anlagenbuchhaltung sei überhaupt nicht einsetzbar, da die Wirtschaftsprüfer ihr Testat dafür bislang verweigerten, erklärte Vereinsmitglied Henri-Edouard Russenberger, DV-Leiter Beta-Digital in Unterföhring bei München. Beta-Digital nutzt darüber hinaus die Materialwirtschaftsmodule von Baan, um sein High-Tech-Equipment zu verwalten: "Diese Komponente arbeitet allerdings problemlos und deckt unsere Anforderungen ab", gibt Russenberger zu Protokoll.

Weitere Schwäche des Softwarehauses sei der Bereich Consulting: Besonders in diesem Punkt leiste das Unternehmen zuwenig, monierte Hauk. Baan habe in den letzten Jahren zwar das Netz regionaler Implementierungspartner ausgebaut. Doch sollte auch der eigene Consulting-Bereich nicht vernachlässigt werden, um die Anforderungen international operierender Unternehmen abdecken zukönnen.

Angesichts der jüngsten Umstrukturierungen und Entlassungen hält man sich bei Baan mit konkreten Plänen zum Ausbau der Beratungsmannschaft allerdings bedeckt: "Wir können jetzt keine Leute einstellen, wenn wir uns parallel dazu gerade von anderen trennen", erklärte Jürgen Richter, Geschäftsführer von Baan Deutschland, gegenüber der CW. Sollte sich das erste Quartal 1999 positiv entwickeln, könne man jedoch sofort auf potentielle Bewerber zurückgreifen. Laut Ralf Othmer, Vice-President Baan Deutschland, seien Neuzugänge von 35 Mitarbeitern im ersten Halbjahr denkbar.

Die Softwerker vermelden zwei erfolgreiche Projekabschlüsse. Zum einen habe sich die Universität Stuttgart für die Software von Baan entschieden. Und mit Telair, einem Zulieferer der Luftfahrtindustrie, konnte ein erster Kunde des Mietangebotes aus Baan- und Microsoft-Produkten gewonnen werden.

Ungewohnt positiv äußerten sich die nicht gerade verwöhnten Baan-User über den Support. Das neue Service-Center in Duisburg leiste gute Arbeit, war der einhellige Tenor. Baan-Chef Richter sieht dadurch den von ihm eingeschlagenen Weg zu mehr Kundendienst bestätigt. Bislang gab der Service von Baan Anwendern und Analysten immer wieder Anlaß zu Kritik (siehe CW 41/97, Seite 1).

Hinter der Baan User Group, die Wert auf ihre Unabhängigkeit vom Hersteller legt, stehen derzeit 65 von hierzulande 700 Baan-Anwenderunternehmen. Derzeit tausche man Probleme und Anregungen mittels eines E-Mail-Verteilers aus, sagte Hauk. Künftig sei eine Art Forum über das Internet möglich. Anfang März ist eine Mitgliederversammlung geplant, zu der alle Anwender von Baan-Produkten eingeladen werden.