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18.02.2000 - 

Ex-Sennheiser-Manager übernimmt das Ruder

Baan Deutschland hat neuen Geschäftsführer

COMPUTERWOCHE (bs) - Baans Personalkarussell dreht sich nun auch hierzulande: Völlig überraschend hat Jürgen Richter, seit März 1998 Geschäftsführer der Baan Deutschland GmbH, seinen Hut genommen. Als Nachfolger tritt Stefan Exner das schwere Erbe an.

Seit Anfang des Jahres kommt die Baan Company nicht zur Ruhe. Verluste von 236 Millionen Dollar für das Geschäftsjahr 1999, die Rücktritte von Chief Executive Officer Mary Coleman und des Finanzchefs James Mooney haben das Unternehmen in eine tiefe Krise gestürzt.

Nun dreht sich das Personalkarussell auch in Deutschland: Baan-Deutschland-Geschäftsführer Jürgen Richter habe sich Mitte Februar entschieden, das Unternehmen zu verlassen, lautet der offizielle Wortlaut. Insider vermuten dagegen, dass die Umsatzvorgaben hierzulande nicht erreicht wurden, was zum Ausscheiden des ehemaligen Oracle-Managers geführt habe.

Stefan Exner, Nachfolger von Richter, wollte gegenüber der COMPUTERWOCHE dazu keinen Kommentar abgeben. Ihm obliegt es nun, das ramponierte Image des Softwarehauses aufzuhellen. Zwar hat sich Baans Service in den letzten zwei Jahren verbessert - die Reaktionszeiten der Hotline sind kürzer und auch die Qualität der Auskünfte sei höher -, doch der Verkauf von Lizenzen ist eingebrochen. Insbesondere das schleppende Neukundengeschäft müsse aus Sicht von Analysten wie der Meta Group und Strategy Partners wiederbelebt werden.

Exner, der in der IT-Szene weitgehend unbekannt ist, möchte dazu insbesondere die Kommunikation zu den Kunden verbessern und ihr Vertrauen zurückgewinnen: "Ich habe die vergangenen fünf Jahre bei Sennheiser gearbeitet - einem IT-Anwender. Dort habe ich die Probleme aus Kundensicht kennen und verstehen gelernt." Er zeichnete bei dem Elektronikhersteller für die Bereiche Vertrieb, Finanzen, Personal und Marketing verantwortlich. Davor war er rund zehn Jahre bei IBM Deutschland tätig, wo er Vertriebs- und Marketing-Konzepte einführte.

Mit gravierenden Veränderungen an der Strategie seines Vorgängers rechnet Exner nicht. So sei kein weiterer Stellenabbau geplant. Auch der Verkauf des Unternehmensbereichs Coda, eines Spezialisten für Finanzsoftware, berühre Baans künftiges Geschäft in den Segmenten Enterprise-Resource-Planning, Supply-Chain- und Customer-Relationship-Management sowie E-Business nicht. Konkrete Angaben zu Baans Ausrichtung hofft er nach der CeBIT bekannt geben zu können.