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08.05.1998 - 

Börsenspot

Baan: Perspektiven nach wie vor gut

Von Arnd Wolpers

Trotz einer Umsatzsteigerung von 133,2 auf 176,2 Millionen Dollar schrumpfte im ersten Quartal 1998 der Nettoertrag des niederländischen Standardsoftware-Spezialisten Baan Company im Vorjahresvergleich um rund 80 Prozent von 12,8 Millionen auf 2,4 Millionen Dollar. Chairman Tom Tinsley führte den Gewinneinbruch auf die an die neue US-Gesetzgebung angepaßte Rechnungslegung zurück. Sie war nötig geworden, weil die Baan-Aktie auch in New York notiert ist. So werden seit Januar 1998 unter anderem anfallende Einkünfte aus bereits abgeschlossenen Leasingverträgen nicht mehr sofort in die Gewinn- und Verlustrechung aufgenommen, sondern als "deferred revenue" bilanziert (siehe CW Nr. 18/98 Seite 1).

Die Börsianer reagierten verunsichert. In Amsterdam sprang die Notiz zwischen 95 und 105 Gulden hin und her, ehe sie sich bei 96 Gulden einpendelte. Mehr als eine Million der etwa zwei Millionen Baan-Anteile hatten zwischenzeitlich ihren Besitzer gewechselt. Doch nun zum aktuellen Ranking des Unternehmens: Bezogen auf die Gewinnschätzung für 1999 wird Baan mit dem gut 50fachen des erwarteten Gewinns gehandelt. Die Bewertung liegt damit ein wenig niedriger als die des Branchenführers SAP. Das Baan-Management erwartet insgesamt eine Verdopplung des Konzernumsatzes in diesem und im nächsten Jahr. In den Niederlanden hat man dem Rechnung getragen und die Baan-Aktie "geadelt", nämlich in den Amsterdamer Hauptindex AEX aufgenommen. Selbiger dürfte sich damit mit einem Anteil an Technologietiteln von rund 13 Prozent gemessen am konservativeren DAX deutlich volatiler und vor allem besser entwickeln. Was letztlich auch für die Baan-Aktie gilt, die weiterhin sowohl im nationalen Vergleich als auch international (bezogen auf andere Branchentitel) überdurchschnittlich abschneiden sollte.

Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüberhinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere kursschwankungen gekennzeichnet.