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01.08.1997 - 

Der Vorsprung der SAP bleibt immens

Baan und Peoplesoft legen gute Zwischenergebnisse vor

Baan steigerte im zweiten Quartal 1997 den Umsatz um 65 Prozent auf 146,1 Millionen Dollar. Der Nettoprofit stieg gar um 138 Prozent auf 16,4 Millionen Dollar oder 17 Cent je Aktie. Für die SAP sind diese Zahlen kein Grund zur Besorgnis: Sie erwirtschaftete im gleichen Zeitraum einen Vorsteuergewinn von 219,6 Millionen Dollar (plus 56 Prozent, siehe Seite 6).

Offenbar hatten sich die Finanzanalysten vom Abschneiden des holländischen SAP-Wettbewerbers noch mehr erwartet. Die Deutsche Morgan Grenfell stufte das Rating von "Kaufen" auf "Halten" herunter. Für die Marktbeobachter von Smith Barney ist die Aktie derzeit kein "Outperformer" mehr, sie wurde auf "neutral" zurückgenommen.

Ungeachtet der Börsenereignisse sieht sich Baan für die Zukunft gut gerüstet. Im abgelaufenen Quartal wurde die Enterprise-Resource-Planning-Software "Baan IV" in der Back-Office-Version für die Microsoft-Welt verfügbar. Außerdem brachten die Softwerker ihr indirektes Vertriebsmodell voran.

Ein Joint-venture mit Hyperion Software zwecks Erweiterung der Finanzapplikationen wurde auf den Weg gebracht, und schließlich kündigte Baan die Übernahme von Aurum Software an. Deren Lösungen für Vertrieb, Marketing und Kundendienst sollen bei den Holländern eine Lücke im Front-Office-Sektor schließen.

Baan-Wettbewerber Peoplesoft meldet einen Umsatz von 184,4 Millionen Dollar - im zweiten Viertel des Vorjahres waren es 102,7 Millionen Dollar. Der Nettogewinn lag mit 22,3 Millionen Dollar etwa doppelt so hoch wie im zweiten Quartal des Vorjahres (11,5 Millionen Dollar). Peoplesoft möchte den Umsatz 1997 gegenüber dem Vorjahr um 75 Prozent steigern. Analysten wie die Lehmann Brothers trauen dem Unternehmen diesen Sprung zu: Sie zählen die Softwareschmiede in den kommenden zwölf Monaten zu den Outperformern.

Das abgelaufene Quartal brachte Peoplesoft unter anderem ein wichtiges Abkommen mit Andersen Consulting: Die Partner arbeiten daran, die Finanzlösungen des Softwarehauses für den Einsatz in US-Behörden zu optimieren. Finanz- und Human-Resource-Pakete wurden internationalisiert und liegen jetzt auch in Deutsch, Spanisch, Französisch und Japanisch vor.