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10.08.2001 - 

Trotz Invensys-Debakel

Baan von Entlassungen verschont

MÜNCHEN (CW) - Mit Wirkung zum 1. Oktober dieses Jahres tritt Allen Yurko, Chef des Industriegiganten Invensys, wegen der anhaltend schlechten Ertragslage zurück. Von den anstehenden Umstrukturierungen ist der Softwarezweig Baan aber nicht betroffen.

"Die Akqusition von Baan durch Invensys hat sich bewährt - wir sind auf einem sehr guten Weg", macht Baans Deutschland-Chef Stefan Exner deutlich, dass die Übernahme nicht zu Yurkos Rücktritt beigetragen hat. Das zeigt sich auch bei den angekündigten Entlassungen von konzernweit rund 2500 Mitarbeitern: "Bei Baan wird es keinen Stellenabbau geben", versichert Exner.

Der ERP-Anbieter hatte zuletzt im Juni für das am 31. März abgelaufene Quartal ein operatives Plus von 8,5 Millionen Dollar gegenüber dem vorhergehenden Quartal gemeldet. Der Lizenzumsatz stieg von 32 auf 36 Millionen Dollar. "Beim Umsatz sind wir absolut im Plan", stellt Exner fest.

Auch Wonderware, der zweite Zweig unter dem Dach der Invensys Software Systems (ISS), steht mittlerweile wieder ordentlich da. "Wonderware blieb natürlich von der Rezession in den USA auch nicht verschont", gesteht Kurt Peteler, Marketing-Leiter bei Wonderware Deutschland, ein, "aber durch das gute Abschneiden in Europa und speziell in Deutschland, wo wir in den letzten Quartalen unseren Umsatz weiter steigern konnten, wurde der Rückgang in den USA zum Großteil wieder ausgeglichen." Bereits im Januar hat der Unternehmensbereich in Amerika einige Stellen abgebaut. Einen Anstieg des Umsatzes verspricht sich Wonderware nun von einer neuen Softwaregeneration, die vor kurzem auf der Hausmesse in Las Vegas präsentiert wurde und die von Kunden und Analysten sehr gut aufgenommen worden ist. Trotzdem wird der Bereich ISS nach Angaben aus Unternehmenskreisen von Entlassungen nicht völlig verschont bleiben - wenn auch die Hauptlast von anderen Bereichen getragen werden soll.

Nach Angaben von Invensys lag nämlich zwar auch ISS hinter den Planvorgaben, den größten Umsatzeinbruch musste das Unternehmen aber im Bereich Power Systems hinnehmen. Der Konzern geht jetzt davon aus, dass der Betriebsgewinn im zweiten Halbjahr um 30 Prozent geringer als erwartet ausfallen wird. Dass Invensys damit zum dritten Mal in Folge seine Prognosen nach unten korrigieren musste, ist der Hauptgrund für den Rücktritt von CEO Yurko. Seine Nachfolge tritt ab 1. Oktober Rick Haythornthwaite an. Yurko verlässt das Unternehmen zum 31. Dezember.