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05.11.1999 - 

Integration von Back- und Front-Office

Baan World 99: Qualität vor Quantität

MÜNCHEN (CW) - Nach jahrelangen Marketing-Versprechungen hat sich die Baan Company angesichts des katastrophalen Geschäftsjahres 1998 auf solidere Tugenden besonnen: Die Qualität der Produkte verbessern und endlich die zugekauften Systeme integrieren - das alles soll in der nächsten Woche auf der Baan World 99 gezeigt werden.

Während auf Veranstaltungen der führenden ERP-Anbieter SAP, Oracle, J.D. Edwards und Peoplesoft nur noch Web-Strategien, Marktplätze im Internet und Internet-Portale heiß diskutiert werden, scheint Baan die ordnungsgemäße Erledigung seiner überfälligen Hausaufgaben in den Mittelpunkt seiner Hausmesse Baan World 99 zu stellen. Bereits vor zwei Jahren haben die Niederländer die komponentenbasierte "Baan-Series"-Familie mit Lösungen für das Enterprise Resource Planning (ERP), Customer-Relationship-Management (CRM) und die Steuerung von Lieferketten angekündigt. Anfang 1998 wurde dann damit begonnen, das bisherige ERP-Kernsystem "Baan IV" zu zerlegen und den Nachfolger "Baan ERP" zu schaffen. Doch neben diesem Vorhaben mußten eine Reihe zugekaufter Produkte etwa von Aurum und Beologic integriert werden. Der dramatische Umsatzeinbruch und die Verluste im letzten Jahr zwangen den Hersteller dann zu Entlassungen, wodurch sich die Verfügbarkeit der Produkte immer wieder verschoben hat.

Unter dem Projekt mit dem Codenamen "Corelli" sollen die Arbeiten nun abgeschlossen worden sein. Auf der Baan World in Wien will das Softwarehaus Ergebnisse präsentieren. Neben der Zerlegung des Kernsystems wird die enge Integration mit den Office-Produkten von Microsoft sowie eine neue Business-Intelligence-Suite gezeigt. Dazu steht eine Kombination von eigenentwickelten Schnittstellen und den Tools von Broadbase zur Verfügung. Zugriff auf die Analysesoftware ermöglicht das "Insight Business Intelligence Portal" von Top Tier.

Weitere Neuerungen werden im Bereich Softwaremodellierung und Workflow erwartet. Baans Dynamic Enterprise Modeller (DEM) soll neben der Implementierung der Komponenten nun auch ein Benchmarking von Geschäftsprozessen erlauben. Referenzwerte werden dazu von Benchmarking Partners geliefert. Ganz ohne E-Commerce kommt allerdings auch Baan nicht aus. Geplant sei ein Portal, von dem aus Anwender und deren Lieferanten die Software nutzen könnten. Der Aufbau virtueller Marktplätze für den An- und Verkauf von Waren sei derzeit nicht vorgesehen.