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21.11.1997 - 

Finanzen, Warenwirtschaft und Konfigurator

Baan zerlegt seine Anwendungen

"Durch die Zerlegung des Gesamtpaketes in Komponenten sind wir in der Lage, verschiedene Funktionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu liefern", erklärt Anil Gupta, Director für Industrie-Marketing bei Baan in Menlo Park, Kalifornien. Kunden könnten somit flexibel entscheiden, wann sie welche Programme aktualisieren wollen.

"Baan folgt damit dem Trend der Zeit", analysiert Helmut Gümbel, Chef von Strategy Partners in München. Für die Softwareschmiede gebe es jedoch auch keinen anderen Weg, als durch Komponenten und Integrationskonzepte "den Laden zu ordnen". Der Kauf von Aurum, Berklain und Comet müsse verdaut werden, zudem bedeute die Einbindung von Hyperions Finanzlösungen ein ganzes Stück Arbeit, so daß man unweigerlich zu einem Komponentenkonzept übergehen müsse. Baans Erzrivale, die SAP AG, hatte bereits im Juni 1996 angekündigt, ihre Standardsoftware R/3 in handhabbarere Module zu zerlegen. Mit der Version 4.0 wollen die Walldorfer nun Ende des Jahres das Personal-Management-Paket separat vom Hauptsystem ausliefern. Einen Zeitpunkt, bis zu dem auch die Hauptkomponente entflochten sein wird, hat der Hersteller bisher nicht genannt.

Laut Joshua Greenbaum von der Hurwitz Group Inc. hat SAP im Wettrennen um die Zerlegung der Softwarepakete gegenüber Baan die Nase vorn.

"Die Ankündigung wird Baan im Kampf um Marktanteile nicht viel bringen", prophezeit Greenbaum. Um sich vom Mitbewerb deutlich abzuheben, bedürfe es mehr als einer "Me-too-Strategie".

Analysten von IDC sehen das jedoch ganz anders. Laut Research Manager Dennis Byron kommt Baan mit seinen Komponenten gerade zur rechten Zeit. "Die Objekttechnik ist heute wesentlich ausgereifter als noch vor eineinhalb Jahren", sagt er. Und obwohl SAP bereits zu einem früheren Zeitpunkt ähnliche Pläne vorgelegt hat, gebe die reifere Technik Baan heute die Chance, ein entsprechendes Konzept rasch in die Tat umzusetzen.

Neben den Komponenten hat Baan die "Extended Middleware Architecture" (XMA) angekündigt. Damit soll sich die Kommunikation zwischen Baan-Programmen und Produkten von Drittanbietern bewerkstelligen lassen. XMA fungiert dabei als eine Art Puffer zwischen den Komponenten und der Middleware. Für die Kommunikation der Komponenten untereinander will Baan "Business Object Interfaces" (BOIs) anbieten, ähnlich SAPs "Business Application Programming Interfaces" (BAPIs).