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01.02.2002 - 

Aus Invensys CRM wird iBaan for CRM

Baans CRM-Strategie ist zum Großteil Rebranding

01.02.2002
MÜNCHEN (fn) - In weiten Teilen beruht die jüngst vorgestellte CRM-Strategie von Baan auf bekannten Produkten. Baan-Eigentümer Invensys hatte im Stillen seine CRM-Sparte geschlossen und die Aktivitäten in eine Geschäftseinheit der Tochtergesellschaft überführt. Die Software soll nun eng mit Baans ERP-Produkt gekoppelt werden.

Der ERP-Hersteller Baan, eine Tochterfirma von Invensys, hat mit "iBaan for CRM" seine künftige CRM-Strategie vorgestellt. Neue Produkte kann der Anbieter indes kaum vorweisen, da in erster Linie Erzeugnisse der gescheiterten Firma Invensys CRM eingeflossen sind. Ein Indiz dafür ist die nun von Baan im Januar als Neuheit angekündigte Software "Salespoint". Das Web-basierende Vertriebs-Management-System, über das Wiederverkäufer, Handelsvertreter, Einzelhändler und Außendienstmitarbeiter Angebote erstellen sowie Preise und Konfigurationsdaten ermitteln können, hatte Invensys CRM bereits vergangenen August auf den Markt gebracht.

Doch nach Darstellung von Baan besteht iBaan for CRM aus mehr als nur neuen Produktbezeichnungen. So wolle der Hersteller Salespoint über die Integrationssoftware "Baan Openworld" an die hauseigene ERP-Software anbinden. Zudem liefert Baan Funktionen für analytisches CRM. Allerdings kommt der Hersteller damit spät, die meisten Konkurrenten bieten schon lange solche Features in ihren Produkten an. Die "Business Intelligence Suite" (BIS) von Baan, eine anwendungsunabhängige Familie von Analyseprogrammen, wurde gemeinsam mit dem Hersteller Crystal Web-fähig gemacht und arbeitet nun auch mit der CRM-Software zusammen. Laut Baan sind dadurch kombinierte Analysen möglich, um beispielsweise herauszufinden, welche im CRM-Programm erzeugten Angebote in welchen Aufträgen im ERP-System resultierten.

Mit "E-Configuration Enterprise" sei ein völlig neues Zusatzprodukt für die CRM-Umgebung auf den Markt gekommen. Allerdings basiert auch diese Software auf bestehenden Entwicklungen. Grundlage ist "E-Configuration", eine Web-fähige Variante des Client-Server-Tools "Configuration", mit der die Nutzer von Baans CRM-Programm aus Stücklisten detaillierte Produktbeschreibungen erzeugen können, um Kunden aussagekräftige Angebote unterbreiten zu können. Bei Auftragsannahme könne der Vertriebler per Knopfdruck die Daten direkt an das ERP-Backend weiterleiten um die Fertigungsprozesse anzustoßen. E-Configuration Enterprise erlaubt es dem Nutzer des CRM-Tools zudem, Produkte kundenspezifisch zu konfigurieren.

Lange vor der Übernahme durch Invensys erwarb sich Baan 1997 sein CRM-Know-how durch den Kauf der Softwarefirma Aurum. Der ERP-Anbieter führte dessen Produkt als "Baan Front Office" weiter. Ein paar Monate, nachdem Invensys den damals angeschlagenen Hersteller im Jahr 2000 geschluckt hatte, gliederte der neue Eigentümer das CRM-Angebot in das besagte Unternehmen Invensys CRM aus. Ziel der Aktion: Invensys wollte CRM-Kunden auch außerhalb des Baan-Kundenkreises akquirieren, was mit dem neuen Firmennamen besser gelingen sollte, um so die Unabhängigkeit von Baans ERP-Lösung zu unterstreichen. Doch auch die Vermarktung über eine eigene CRM-Sparte brachte nicht den gewünschten Erfolg, wie eine Baan-Sprecherin bestätigt. Daher machte Invensys den Schritt rückgängig, so dass sich nun wieder die Firmentochter Baan um die CRM-Aktivitäten kümmert.