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21.07.2016 - 

Web-Seiten-Betrüger wieder aktiv

BAB-Distribution-Homepage gekapert

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Die BAB-Distribution GmbH warnt vor Fälschern, die eine Kopie der Homepage des Unternehmens ins Netz gestellt haben. Dies könnte zu Betrügereien im Namen des Unternehmens genutzt werden.

Olaf Biemelt, Geschäftsführer der BAB Distribution GmbH ist sauer: Unbekannte haben die Homepage seines Unternehmens bis ins kleinste Detail kopiert. Der Verdacht liegt nahe, dass die gefälschte Homepage zu Betrügereien genutzt werden soll.

Die BAB-Homepage wurde von den Fälschern mit sämtlichen Unterseiten bis ins Detail kopiert.
Die BAB-Homepage wurde von den Fälschern mit sämtlichen Unterseiten bis ins Detail kopiert.

Die Masche ist nicht neu: Die Seiten von seriösen Handelsunternehmen werden gefälscht. Vor einigen Jahren traten diese Seitenfälschungen gehäuft auf. IT-Händler und Distributoren mussten in der Vergangenheit die leidvolle Erfahrung machen, dass Ware im Namen von bekannten Firmen bestellt wurde, diese dann durch einen Trick umgeleitet wurde und so von der Bildfläche verschwand. Bei den Nachforschungen stellte sich dann heraus, dass die entsprechenden Firmen überhaupt nicht geordert hatten, und dass die Lieferanten auf den Namensschwindel hereingefallen waren.

Nun scheint jemand im Namen von BAB Distribution, die zur Wortmann-Gruppe gehört, Schindluder treiben zu wollen. "Offensichtlich soll unser guter Name zu Betrügereien genutzt werden", vermutet BAB-Chef Biemelt. Es komme häufig vor, dass betrügerische Kunden versuchen, Ware unter falschen Namen zu erschleichen. "Dass jemand dazu aber unseren Namen benutzt, ist das erste Mal", bestätigt Biemelt. Er rät daher potenzielle Geschäftspartner, die Homepage genau zu überprüfen.

Das fehlende "i" in Distribution

Wenn man genau hinsieht fällt auf, dass auf der gefälschten Seite bei der URL www.bab-distrbution.com das zweite "i" in Distribution fehlt. Zudem endet die offizielle BAB-Homepage auf *.de. Allerding hat sich BAB auch die Endung *.com gesichert, daher mussten die Fälscher wohl zu dem kleinen Trick mit dem unterschlagenen "i" greifen. Die Homepage ist in den USA gehostet, mit Verbindungen nach Frankreich. Das ist eine Parallele zu früheren Fällen. Ob dieselben Drahtzieher dahinter stecken, ist aber kaum zu ermitteln.

Die gefälschte Homepage ist nur an einem kleine Detail zu erkennen: In der URL fehlt bei Distribution das ''i''.
Die gefälschte Homepage ist nur an einem kleine Detail zu erkennen: In der URL fehlt bei Distribution das ''i''.

Ein weiteres Indiz für bevorstehende Betrugsversuche könnte ein vermutlich gefälschtes Xing-Profil sein. Dort gibt sich ein Edward C. aus Benin als Mitarbeiter von BAB aus. "Dieser Mann ist hier nicht bekannt", warnt Biemelt. Das Profil ist erst am 19. Juli 2016 eingerichtet worden. Edward. C. versucht sich bereits über das Netzwerk mit Zulieferern zu vernetzen, wie ein Miterbeiter eines Komponentenherstellers gegenüber ChannelPartner bestätigt.

Am 19. Juli 2016 ist ein Xing-Profil des angeblichen BAB-Mitarbeiter Edward C. aufgetaucht. Dieser Mann ist bei dem Distributor aber unbekannt.
Am 19. Juli 2016 ist ein Xing-Profil des angeblichen BAB-Mitarbeiter Edward C. aufgetaucht. Dieser Mann ist bei dem Distributor aber unbekannt.
Foto: Xing

Vordergründig entsteht für BAB durch die Fälschung zunächst kein großer Schaden. Für Zulieferer, die an die falsche Firma liefern und weder Geld, noch ihre Ware zurückbekommen, hingegen schon. Und dann hat auch BAB den Ärger, denn sie müssen den Kunden erklären, dass sie nicht hinter den Deals stehen. Das verursacht Mühe und Arbeitsaufwand und kann nicht zuletzt auch auf das Image und den guten Ruf des Unternehmens schlagen. Gerade letzteres ist lebenswichtig im Channel-Geschäft.

Olaf Biemelt hat mittlerweile einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Die Chance, die Drahtzieher hinter den gefälschten Web-Seiten zu erwischen, sind aber eher gering. Wie die Betrüger in frühereren Fällen vorgegangen sind, sehen Sie in der folgenden Bildergalerie.

 

Indy13

Wenn man Neukunden bekommt, noch dazu welche die sich von selber anbieten, dann noch aus dem Ausland, ist doch immer Aufmerksamkeit angebracht. Solche Fälschungen lassen sich immer aufdecken, mehr als 30 min dauert das nie. Und das man in solchen Fällen Vorkasse macht und nicht gleich hunderttausende Euros auf Gutglauben verschickt sollte gängige Kaufmannspflicht sein.

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