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11.10.1991 - 

Unabhängigkeit der Anwendungen von der Implementierung als Ziel

Bachman: Informationsmodell von Big Blue ist noch lückenhaft

MÜNCHEN (CW) - Das Informationsmodell für das AD/ Cycle-Repository ist bislang unvollständig: Die "Enterprise"-Komponente benötigt neben Daten- und Prozeßmodell auch ein logisches Modell. Diese Ansicht äußerte der Sofware-Unternehmer und IBM-Partner Charly Bachman anläßlich der Vorstellung seiner Produkte "Analyst", "Designer for CSP", "Database Administrator for DB2 Release 3.1 for OS/2" und "Capture for PL/1".

Bachman weiß, wovon er spricht. Sein Unternehmen, die Bachman Information Systems lnc., ist in vielfacher Hinsicht mit Big Blue verbandelt. Nicht nur hat der Branchenriese die Softwareschmiede mit Sitz in Burlington/Massachusetts zum "AD/Cycle"-, "Systemview"- und "Information-Warehouse"-Partner erklärt; die Bachman-Produkte werden auch - zumindest in Osterreich, der Schweiz sowie dem asiatisch-pazifischen Raum - über den Distributionskanal der Dreibuchstaben-Company vertrieben.

Mit Hilfe einer Minderheitsbeteiligung hat sich die IBM sogar einen Sitz im Vorstand des Software-Unternehmens gesichert. Außerdem war Bachman Informations Systems - neben Knowledgeware und Index Technologies - maßgeblich an der Entwicklung des sogenannten "Information Model" beteiligt.

Das im vergangenen Jahr an ausgewählte Entwickler herausgegebene Informationsmodell für das AD/Cycle-Repository setzt sich im wesentlichen aus zwei Komponenten zusammen: dem "Technological Model" und dem "Enterprise Model". Letzteres umfaßt, so Bachman, bislang nur ein Daten und ein Prozeßmodell; was ihm fehlt, ist ein logisches Modell, das die auf Basis des Unternehmensmodells erstellten Anwendungen unabhängig von der technischen Implementierung macht.

In Cary, North Carolina, arbeitet Bachman eigenen Aussagen zufolge mit IBM-Spezialisten an der Komplettierung des Enterprise Model.

Mit den jüngsten Produktankündigungen verspricht das Software-Unternehmen aus dem Nordosten der USA, dem Konzept der logischen Modellierung Rechnung zu tragen. Wie die Bachman Information Systems GmbH in Wiesbaden mitteilt, ist es mit den neuen Tools möglich, Software-Anwendungen auf einer logischen Meta-Ebene zu definieren, ohne die Implementierung der Applikationen zu berücksichtigen.

Das "Analyst"-Werkzeug soll den Entwickler dabei unterstützen, ein logisches Modell der Anwendung zu erstellen, das gleichzeitig das Daten- und das Prozeßmodell umfaßt. Für die Umsetzung logischer Modelle in maschinenabhängige Anwendungen beziehungsweise Datenstrukturen ausgelegt sind der "..Designer für CSP" und der "Database Administrator für DB2 Release 3.1". Mit den nunmehr für IMS, Cobol und PL/1 verfügbaren "Capture"-Produkten lassen sich laut Anbieter auch bestellende Anwendungen in ein von der Implementierung unabhängiges Logikmodell übertragen, was bislang allerdings nur für die Datenstrukturen gilt. Alle neu angekündigten Bachman Produkte laufen unter OS/2.