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04.11.1994

Back to the Mainframe - in den USA waechst eine Gegenreformation US-User schaetzen die Sicherheit der IBM-Grossrechner als Server

FRAMINGHAM (IDG) - Mainframes? PC-Anhaenger wuenschen sie ins Reich der Vergangenheit, Netz-Manager verfluchen ihre Komplexitaet in Sachen Connectivity, und Controller hoffen auf eine Kostensenkung, wenn sie die Grossrechner abschalten.

Doch alledem zum Trotz zeigen Studien der Marktforschungsinstitute Arthur D. Little und CSC Index, dass 50 bis 85 Prozent derer, die sich auf das Abenteuer des Re-Engineerings eingelassen haben und den Mainframe abschalteten, mit dem Ergebnis unzufrieden sind.

Angesichts solcher Zahlen verwundert es nicht weiter, dass in den USA bereits ein erneutes Umdenken in bezug auf die Rolle des Mainframes begonnen hat: Statt die Grossrechner zum alten Eisen zu legen, betrachten sie die US-Anwender mittlerweile als Zwischenschritt auf dem Weg zu den Client-Server-Welten von uebermorgen. Dabei schaetzen die User, wie die "Network World" weiter berichtet, vor allem die Zuverlaessigkeit, Sicherheit und Rechenleistung der Boliden als Server in verteilten Umgebungen.

Eine gute Nachricht ist zumindest, dass man auch bei IBM diesen Trend sieht und mit dem kuerzlich angekuendigten "Open Systems Adapter" (vgl. Seite 27) die Einbindung der Grossrechner in LANs ohne Router und Controller ermoeglicht. Unter Verwendung der "LAN Resource Extension Software" koennen die Rechner gar als Server fuer Novell Netware fungieren.

Soviel zu den frohen Botschaften, doch die Sache hat einen Haken: In den Genuss der neuen Offenheit kommen nur Besitzer eines relativ jungen Mainframes, auf dem neben dem aktuellen Betriebssystem auch die Applikationen up to date sind.

Die Vorstellung einer Channel-orientierten Loesung zur Host- Connectivity ist nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite wird zusaetzliche Software benoetigt, um die entsprechende Kapazitaet an Verbindungen zusammen mit einer ausreichenden Performance zu gewaehrleisten. Womit zwei weitere Player ins Spiel kommen: Microsoft und Novell.

Hier veraergert besonders ein Marketing-Papier aus Redmond, das die Vorzuege des "SNA Server 2.1" gegenueber "Netware for SAA 1.3b" beschreibt, die Networking-Company in Provo. Eigentlich kein Grund zur Aufregung - auch Novell verglich in den spaeten Achtzigern "Netware" und den "LAN Manager" -, doch das Rennen laeuft diesmal unter anderem Vorzeichen. Stimmen die Angaben auch nur zur Haelfte, so hat Novell naemlich die schlechteren Karten: Der SNA-Server soll eine um 400 Prozent bessere Performance als das Konkurrenzprodukt aus Provo haben.