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08.01.1999 - 

Kolumne

"Back to work"

Ein schönes neues Jahr und - welcome back! In den ersten Arbeitstagen beschleicht so manchen IT-Manager das beängstigende Gefühl, während der 99er Planung etwas Wichtiges vergessen zu haben. Aber was? Die Ausgaben stehen, die Budgets sind genehmigt, selbst neue Mitarbeiter konnten kurz vor Jahresende noch an Bord geholt werden.

Während den DV-Leiter die Bitterkeit des ersten Automatenkaffees vollends in die harte Wirklichkeit des beruflichen Alltags zurückholt, memoriert er noch einmal die Prioritäten und prüft seine Aufgabenliste. An der vornehmsten Pflicht des IT-Managers, die Verfügbarkeit der zentralen Rechner zu gewährleisten, wird sich auch im kommenden Jahr nichts ändern. Die Anpassung der auf Jahr-2000-Unverträglichkeiten geprüften Software ist abgeschlossen. Bis Ende März - so der Plan - dürfte auch alles für den Euro vorbereitet sein.

Am meisten Zeit wird 1999 die individuelle Anpassung der Standardsoftware in Anspruch nehmen. Kein Release-Wechsel zwar, aber im Zuge der Front-Office-Integration muß die Parametrisierung verbessert werden. Sicherheitshalber sind Gelder für externe Beratung zurückgestellt. Und dann ist da noch das nervenaufreibende E-Commerce-Projekt zu Ende zu bringen, das seit Mitte vergangenen Jahres hängt. Die Geschäftsführung beginnt schon zu murren, verkauft doch der ärgste Konkurrent längst über das Internet.

Regelrecht dankbar dürfte unser DV-Leiter für die Verspätung von Windows 2000 sein. Ein Problem weniger und vielleicht Zeit, sich Alternativen für die Abteilungs-Server zu überlegen. In der letzten Zeit wird ja viel von Linux geredet... Last, but not least muß endlich der User-Support auf Vordermann gebracht werden.

Für viel mehr bleibt in diesem Jahr keine Zeit. Vielleicht noch einen Kongreß besuchen, um sich mit Kollegen auszutauschen, und eventuell ein paar Herstellerpräsentationen, um sich auf dem laufenden zu halten. Ja - und natürlich die Mitarbeiter schulen. Sie vorbereiten auf Java, XML und, falls ein paar Mannmonate übrigbleiben, ein Pilotprojekt für ein Data-Warehouse in Angriff nehmen. Das war+s dann aber endgültig. Wenn dem Vorstand nichts Unvorhergesehenes einfällt, muß sich die Zukunft eben noch etwas gedulden, bis sie in unser Unternehmen einzieht, denkt unser DV- Manager und macht sich routiniert ans Werk.